Nach Olympia-Debakel: Biathlet Nawrath sprintet zurück aufs Weltcup-Podest
Biathlet Nawrath nach Olympia-Debakel zurück auf Podest

Deutscher Biathlet Nawrath kehrt nach Olympia-Enttäuschung aufs Podest zurück

Philipp Nawrath (33) hat beim Biathlon-Weltcup im estnischen Otepää eindrucksvoll bewiesen, dass die deutsche Mannschaft nicht aufzugeben gedenkt. Der erfahrene Athlet erkämpfte sich im Sprint über 10 Kilometer den dritten Platz und holte damit den zweiten Podestplatz in diesem Winter für das deutsche Team.

Tadelloses Schießen als Schlüssel zum Erfolg

Bei schwierigen, verregneten Bedingungen überzeugte Nawrath vor allem am Schießstand mit fehlerfreier Leistung. „Ich habe noch schöne Bedingungen daheim, um zu trainieren, deswegen habe ich das so mitgenommen und es macht Spaß - das hat mir gut gepasst“, erklärte der Biathlet nach dem Rennen in der ARD. Nicht nur seine Treffsicherheit, sondern auch seine starke Leistung in der Loipe führten zum Erfolg.

Den Sieg sicherte sich der Norweger Sturla Holm Laegreid (29), während der Franzose Émilien Jacquelin (30) mit ebenfalls fehlerfreiem Schießen die Silbermedaille gewann. Nawrath geht mit 18 Sekunden Rückstand als Dritter in das am Samstag stattfindende Verfolgungsrennen.

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Dritter Podestplatz in enttäuschender Saison

Für die Männer des Deutschen Skiverbandes bedeutet dieser Erfolg den dritten Podestplatz in diesem Weltcup-Winter. Allerdings bleibt ein Sieg in der Olympia-Saison weiterhin aus. Die Bilanz der deutschen Biathlon-Mannschaft bei den Winterspielen war mit nur einer von 33 möglichen Medaillen historisch schlecht.

Nawrath selbst hatte dabei immerhin Bronze in der Mixed-Staffel gemeinsam mit Justus Strelow, Vanessa Voigt und Franziska Preuß gewonnen. Disziplintrainer Jens Filbrich hatte nach den enttäuschenden Olympischen Spielen im ZDF erklärt: „Wir sind dabei, mit den Athleten zu sprechen und unsere Jahresplanung zu überdenken. Wir sind dabei, auch über das Material nachzudenken. Wir sind da auf Ursachenforschung.“

Teamkollegen bleiben hinter Erwartungen zurück

Während Nawrath den Knoten zum Platzen brachte – nach seinem zweiten Platz in Oberhof war er in fünf Einzelrennen knapp am Podest gescheitert – konnten seine Teamkollegen in Estland nicht überzeugen. Kein weiterer deutscher Biathlet schaffte es unter die Top Ten.

Philipp Horn musste drei Extra-Runden drehen und landete auf Platz 26. „Mich ärgert einfach nur meine Leistung am Schießstand. Zwei Fehler stehend – das ist nicht das, was ich kann. Mir fehlt da gerade das Selbstverständnis“, äußerte sich der frustrierte Athlet in der ARD.

Leonhard Pfund (34. Platz/2 Schießfehler), Justus Strelow (41./1), Lucas Fratzscher (49./2) und David Zobel (60./1) qualifizierten sich zwar ebenfalls für das Jagdrennen, blieben aber deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Positive Zeichen in schwieriger Phase

Nawraths Podestplatz kommt zur rechten Zeit für den Deutschen Skiverband, der nach dem Olympia-Debakel dringend positive Signale benötigt. Der erfahrene Biathlet zeigt, dass das deutsche Team trotz der enttäuschenden Saison weiterhin konkurrenzfähig ist und sich nicht unterkriegen lässt.

Seine Leistung in Otepää könnte ein wichtiger mentaler Impuls für die gesamte Mannschaft sein, die nun mit neuer Motivation in die verbleibenden Wettkämpfe der Saison geht. Der Fokus liegt nun auf der weiteren Ursachenforschung und der Vorbereitung auf kommende Herausforderungen.

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