Biathlon-Staffel-Überraschung: Franziska Preuß startet nicht als Schlussläuferin
Biathlon-Überraschung: Preuß nicht als Schlussläuferin

Biathlon-Staffel-Überraschung: Franziska Preuß startet nicht als Schlussläuferin

Diese Veränderung sorgt für Aufsehen im deutschen Biathlon-Lager! Bei der heutigen Olympia-Staffel der Frauen (14.45 Uhr, live im ZDF, Eurosport und im BILD-Liveticker) wird Franziska Preuß nicht wie gewohnt die Rolle der Schlussläuferin übernehmen. Stattdessen geht die 31-jährige Athletin bereits an Position zwei ins Rennen. Die neue Startreihenfolge lautet: Julia Tannheimer, Franziska Preuß, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt als Schlussläuferin.

Bewusste taktische Veränderung

Sportdirektor Felix Bitterling (48) erklärte in der Mixed Zone die ungewöhnliche Staffelentscheidung. „Wir wollten bewusst etwas verändern, aber da ging es nicht nur um Franzi, sondern darum, dass sich jede der vier Läuferinnen wohlfühlt“, so Bitterling. Die Entscheidung sei im gesamten Team gemeinsam gefallen und stelle eine Aufstellung dar, mit der man angreifen könne.

Preuß aus der Druckzone genommen

Normalerweise übernimmt Preuß die verantwortungsvolle Position der Schlussläuferin. Allerdings zeigte die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison bei diesen Winterspielen bereits mehrfach Nerven in entscheidenden Momenten. Sie vergab mögliche Medaillenchancen, weil sie im letzten Stehendschießen patzte. „Bei Franzi ging es bewusst darum, sie aus der Situation herauszunehmen, in der sie zuletzt ein-, zweimal gestruggelt hat“, erläuterte Bitterling die Überlegungen.

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Ein persönlicher Wechselwunsch von Preuß selbst? „Nein, Franzi hat klar signalisiert, dass sie da laufen wird, wo wir sie aufstellen. Wir glauben, dass wir morgen vier Läuferinnen brauchen, die ihre Topleistung liefern – egal auf welcher Position sie starten“, betonte der Sportdirektor.

Neue Rollenverteilung mit klaren Stärken

Statt Preuß übernimmt nun Vanessa Voigt die Rolle der Schlussfrau. Bitterling begründete diese Entscheidung mit Voigts besonderen Qualitäten: „Vanessa ist sehr schießstark und wir wissen, dass es zu diesen Shootout-Situationen kommen kann. Sie ist eine große Kämpferin, wenn sie dran ist.“

Janina Hettich-Walz gilt als laufstark für Position drei, während die junge Julia Tannheimer als Überraschung vorne Tempo machen soll. „Die Julia ist jung und extrem talentiert. Wir hoffen, dass sie morgen Julia-Tannheimer-Sachen macht. Da kann sie sehr für Überraschungen sorgen, im Positiven“, zeigte sich Bitterling zuversichtlich.

Bronze von Peking als Motivation

Vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Peking holten Vanessa Hinz, Denise Herrmann-Wick, Vanessa Voigt und Franziska Preuß die Bronzemedaille in der Staffel. Dieses Erfolgserlebnis dient nun als zusätzliche Motivation für das aktuelle Quartett. Mit der neuen Aufstellung und der taktischen Überraschung soll bei diesen Winterspielen erneut Edelmetall erreicht werden.

Die ungewöhnliche Personalentscheidung zeigt, dass das deutsche Biathlon-Team flexibel auf die aktuelle Form der Athletinnen reagiert und neue Wege geht, um maximale Leistung abzurufen. Ob sich die Rechnung auszahlt, wird sich im heutigen Rennen zeigen.

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