Bitterer Olympia-Ausfall: Biathlon-Favorit Giacomel bricht erschöpft zusammen
Biathlon-Favorit Giacomel bricht bei Olympia erschöpft zusammen

Bitterer Olympia-Ausfall: Biathlon-Favorit bricht erschöpft zusammen

Die Biathlon-Szene erlebte bei den Olympischen Winterspielen einen dramatischen und bitteren Moment. Der italienische Gold-Favorit Tommaso Giacomel (25) musste beim Massenstart der Männer völlig erschöpft aufgeben, nachdem er das Rennen zunächst dominierte.

Vom Führungsduell zum Zusammenbruch

Giacomel startete vor heimischen Fans in Antholz äußerst stark ins Rennen. Nach dem zweiten von vier Schießeinlagen lag der Italiener sogar in Führung und verließ den Schießstand als Erster. Doch dann kam die überraschende Wende: Als die Kameras die Spitzengruppe im Wald wieder einfingen, war Giacomel plötzlich nicht mehr dabei.

Mit deutlichem Abstand kam er schließlich hinterhergelaufen, allerdings längst nicht mehr im Renntempo. Besonders besorgniserregend: Als Giacomel an einem Betreuer vorbeilief, fasste er sich an die linke Brust, um offenbar auf gesundheitliche Probleme hinzuweisen.

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Erschöpfung führt zum vorzeitigen Aus

Obwohl Giacomel die folgende Abfahrt noch einmal bewältigte, war noch vor dem dritten Schießen endgültig Schluss. Der Athlet setzte sich völlig erschöpft am Streckenrand in den Schnee und musste sich sogar übergeben. Mehrere Betreuer kümmerten sich um ihn, während das Rennen ohne ihn in die entscheidende Phase ging.

Dieser Ausfall war besonders bitter für Giacomel, der zu Beginn der Biathlon-Wettkämpfe noch Silber mit der italienischen Mixed-Staffel gewonnen hatte. In den folgenden Einzelwettbewerben gelang ihm jedoch kein weiterer Podestplatz mehr.

Deutsche Enttäuschung: Horn verpasst Medaille knapp

Auch für das deutsche Team endete der Massenstart enttäuschend. Philipp Horn (31) zeigte ein starkes Rennen und lag nach dem letzten Schießen sogar auf dem dritten Platz. Im ZDF kommentierte Horn seine Situation: „Als ich aus dem Schießstand gekommen bin und gesehen habe, sechs Sekunden auf Fillon Maillet, dachte ich nur: warum er? ER ist hier mit Abstand der schnellste Läufer.“

Doch auf der Schlussrunde konnte Horn seinen Sechs-Sekunden-Vorsprung gegen den Franzosen Quentin Fillon Maillet nicht verteidigen. Der Deutsche wurde Vierter und verpasste damit erneut knapp die erste deutsche Einzelmedaille bei diesen Winterspielen.

Norwegischer Doppelsieg bei den Männern

Die Medaillen gingen an Johannes Dale-Skjevdal aus Norwegen (Gold), seinen Landsmann Sturla Holm Lagreid (Silber) und Quentin Fillon Maillet aus Frankreich (Bronze). Für das deutsche Team war es bereits der vierte vierte Platz bei diesen Olympischen Spielen.

Der Massenstart am Freitag markierte den letzten Olympia-Wettkampf für die Biathlon-Männer. Am Samstag waren dann die Frauen an der Reihe, um ihre Medaillen zu erkämpfen. Die dramatischen Szenen um Tommaso Giacomel werden jedoch noch lange in Erinnerung bleiben und zeigen, wie hart und unberechenbar der Spitzensport sein kann.

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