Biathlon-Weltcup in Estland: Hettich-Walz verpasst Podest knapp um 1,7 Sekunden
Janina Hettich-Walz hat beim Weltcup-Sprint in Otepää, Estland, mit einem vierten Platz für ein weiteres Ausrufezeichen im deutschen Biathlon-Team gesorgt. Die 29-Jährige verfehlte das Podest dabei nur um hauchdünne 1,7 Sekunden, nachdem sie lange auf einem Medaillenrang gelegen hatte.
Spannendes Rennen bis zur letzten Sekunde
Auf den letzten Metern wurde Hettich-Walz noch von der französischen Gesamtweltcup-Führenden Lou Jeanmonnot abgefangen, die sie auf den vierten Platz verdrängte. „Das ist schon ein bisschen ärgerlich, aber ich habe alles gegeben und kann mir nichts vorwerfen“, kommentierte die Deutsche ihre Leistung in der ARD. Den Sieg sicherte sich Julia Simon aus Frankreich vor der Italienerin Lisa Vittozzi.
Trainer Röiseland kehrt nach Krebsoperation zurück
Für Frauen-Trainer Sverre Olsbu Röiseland war es der erste Wettkampf an der Strecke nach seiner Krebsoperation. Der 35-jährige Norweger hatte seine Diagnose erst am Mittwoch bei Instagram öffentlich gemacht und zeigte sich nun erleichtert: „Ich fühle mich gut und es ist gut, wieder hier zu sein.“ Seine Rückkehr sorgte für zusätzliche emotionale Momente im deutschen Team.
Weitere deutsche Starterinnen mit gemischten Ergebnissen
Ebenfalls fehlerfrei blieben Marlene Fichtner auf Platz 23 und Vanessa Voigt auf Platz 28. Voigt verbaute sich jedoch eine bessere Platzierung durch eine ungewöhnlich lange Schießzeit von 1:12 Minuten beim Stehendanschlag, wo normalerweise etwa 25 Sekunden üblich sind. „Ich habe gemerkt, dass ich mich einfach total träge fühle, total müde. Auf der Strecke schlaucht es brutal - ich habe gekämpft, aber es ist, wie es ist“, erklärte Voigt.
Julia Tannheimer (29.), Julia Kink (46.) und Selina Grotian (53.) schossen jeweils dreimal daneben, qualifizierten sich aber dennoch für die Verfolgung am Samstag um 16.00 Uhr, die in der ARD und auf Eurosport übertragen wird. Tags zuvor hatte bereits Philipp Nawrath im Sprint der Männer mit Platz drei überzeugt, was dem Deutschen Skiverband weitere Hoffnung gibt.



