Nur sechs Sekunden fehlten: Biathlon-Juwel Marlene Fichtner verpasst Podest knapp
Biathlon-Juwel Fichtner verpasst Podest um sechs Sekunden

Biathlon-Drama in Finnland: Fichtner verfehlt Podest um Haaresbreite

Was für ein packendes Rennen im finnischen Kontiolahti! Die deutsche Biathlon-Hoffnung Marlene Fichtner (22) aus Ruhpolding hat beim Weltcup am Samstag einen sensationellen Erfolg nur um sechs Sekunden verpasst. Im Massenstart über 12,5 Kilometer belegte das junge Talent einen hervorragenden vierten Platz und bewies damit erneut ihr großes Potenzial.

Starke Aufholjagd nach schwierigem Start

Das Rennen begann für Fichtner alles andere als optimal. Beim ersten Schießen leistete sich die 22-Jährige einen Fehler und fiel zwischenzeitlich bis auf Rang 26 zurück. Doch was dann folgte, war eine beeindruckende Aufholjagd. „Es war einfach nur traumhaft zu laufen. Ich habe versucht, bei mir zu bleiben und mutig an die Sache ranzugehen. Ich bin sehr stolz, dass es so gut geklappt hat“, kommentierte Fichtner ihre Leistung im ZDF-Interview.

Mit starken Laufzeiten und konzentrierten weiteren Schießeinlagen kämpfte sich die Deutsche Schritt für Schritt nach vorne. Am Ende fehlten ihr lediglich sechs Sekunden zur Bronzemedaille – eine hauchdünne Differenz bei einem solchen Wettkampf.

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Erste Weltcup-Rennen nach Preuß-Rücktritt

Besonders bemerkenswert: Es handelte sich um den ersten Weltcup nach dem Rücktritt von Franziska Preuß, was die Leistung von Fichtner zusätzlich gewichtet. Schon zwei Tage zuvor hatte die junge Athletin im Einzelrennen mit Platz fünf ihr bislang bestes Karriereergebnis erzielt und damit gezeigt, dass sie bereit ist, in die Fußstapfen der erfahreneren Kolleginnen zu treten.

Siegerin Simon setzt sich durch

Den Sieg im Massenstart sicherte sich die dreifache Olympiasiegerin Julia Simon aus Frankreich. Die Französin setzte sich trotz eines eigenen Schießfehlers vor den Schwedinnen Elvira Öberg (Platz zwei, +5,6 Sekunden) und Anna Magnusson (Platz drei, +8,9 Sekunden) durch. Für das deutsche Team verlief das Rennen insgesamt solide.

Vanessa Voigt belegte Rang zwölf, Selina Grotian wurde 15. und Janina Hettich-Walz landete auf Platz 17. Für Voigt gab es dabei eine heikle Szene: In einer Abfahrt wurde sie im Mittelfeld eingeengt, musste ausweichen und kollidierte mit der Französin Lou Jeanmonnot. Beide Athletinnen stürzten, blieben aber glücklicherweise unverletzt und konnten das Rennen fortsetzen. Allerdings kostete sie der Zwischenfall zehn bis 15 Positionen.

Weltcup in Kontiolahti geht weiter

Der Biathlon-Weltcup in Finnland setzt sich am Samstag mit der Männer-Staffel (15.40 Uhr) fort. Am Sonntag folgen dann der Männer-Massenstart und die Frauen-Staffel. Vielleicht gelingt Marlene Fichtner dann der ganz große Wurf, nachdem sie diesmal so knapp am Podest vorbeigeschrammt ist. Die Leistung der 22-Jährigen gibt jedenfalls Anlass zur Hoffnung, dass die deutsche Biathlon-Zukunft in guten Händen liegt.

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