Biathlon-Skandal bei Olympia: Laegreid trotz Seitensprung-Beichte erfolgreich
Biathlon-Skandal: Laegreid trotz Seitensprung erfolgreich

Biathlon-Skandal bei Olympia: Laegreid trotz Seitensprung-Beichte erfolgreich

Der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid sorgt bei den Olympischen Winterspielen nicht nur mit sportlichen Leistungen für Schlagzeilen. Nach einer öffentlichen Seitensprung-Beichte im norwegischen Fernsehen, bei der er in Tränen ausbrach, wird der Athlet zum medialen Gesprächsthema. Trotz des persönlichen und öffentlichen Wirbels zeigt Laegreid auf der Loipe in Antholz weiterhin starke Leistungen und holt Medaillen.

Sticheleien der Konkurrenz nach Sprint-Rennen

Nachdem Laegreid im Sprint-Rennen knapp vor dem Franzosen Emilien Jacquelin landete, konnte sich dieser einen Seitenhieb nicht verkneifen. „Ich wurde von einem untreuen Kerl geschlagen. Oh mein Gott“, sagte Jacquelin kichernd und nicht ganz ernst zur norwegischen Zeitung „Verdens Gang“. Laegreid konterte seinerseits mit einer spitzen Bemerkung über Jacquelins verlorene Zeit auf der Schlussrunde. „Ich weiß nicht, was mit Jacquelin los war. Hat er angehalten, um das Publikum zu grüßen?“, fragte der Norweger bei derselben Zeitung.

Medialer Trubel und internationale Aufmerksamkeit

Die Seitensprung-Beichte Laegreids, mit der er seine Ex-Freundin zurückgewinnen wollte, löste weltweit Reaktionen aus. Der Skandal schaffte es sogar in die US-Late-Night-Show von Jimmy Kimmel, wo sich der Moderator mit Schauspieler Nick Kroll über den Norweger lustig machte. Kritik gab es auch, weil Laegreid mit seiner Aktion seinem Landsmann Johan-Olav Botn die Show stahl, dessen Olympiasieg im Gedenken an den verstorbenen Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken zur Randnotiz verkam.

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Laegreid selbst zeigte sich unbeeindruckt von dem medialen Wirbel. „Es war speziell. Ich habe versucht, mich davon nicht beeinflussen zu lassen“, sagte er nach dem Rennen. Seine sportliche Leistung spricht für sich: Nach Bronze im Einzel am Dienstag sicherte er sich im Sprint bereits die nächste Bronzemedaille hinter dem überlegenen Olympiasieger Quentin Fillon Maillet aus Frankreich und dem Norweger Vetle Sjaastad Christiansen.

Enttäuschende Leistungen der deutschen Biathleten

Während Laegreid im Fokus stand, hatten die deutschen Männer chancenlos zu kämpfen. Philipp Horn wurde als Bester mit einem Fehler Zehnter, musste aber einen Rückstand von 1:09,2 Minuten auf den Sieger hinnehmen. „Die letzte Runde war nicht genug im Tank, da bin ich ganz schön gestorben“, analysierte Horn enttäuscht. Der letzte Fehler beim Schießen ärgerte ihn besonders.

Für die weiteren deutschen Starter ging es nur noch um Ergebniskosmetik:

  • David Zobel belegte Platz 19 mit einem Rückstand von 1:41,8 Minuten.
  • Justus Strelow wurde 23. mit 1:46,4 Minuten Rückstand.
  • Philipp Nawrath erlebte an seinem 33. Geburtstag ein enttäuschendes Rennen mit drei Strafrunden und Platz 26.

Ausblick auf weitere Wettkämpfe

Die Rivalität zwischen Laegreid und Jacquelin setzt sich im Verfolgungsrennen am Sonntag fort. Der Franzose kündigte bereits an: „Ich werde ihn vernichtend schlagen, dann sehen wir weiter.“ Für die deutschen Frauen beginnt am Samstag der Sprint-Wettkampf, bei dem Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß zu den Mitfavoritinnen gehört. Zusammen mit Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Olympia-Debütantin Julia Tannheimer will das deutsche Quartett um Medaillen kämpfen.

Trotz aller persönlichen Turbulenzen zeigt Sturla Holm Laegreid, dass er sich von Skandalen nicht von seiner sportlichen Mission abhalten lässt. Die Biathlon-Welt bleibt gespannt, wie sich die Geschichte sowohl auf der Loipe als auch abseits des Sports weiterentwickeln wird.

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