Nach Olympia-Ausbootung: Biathlon-Star Jeanne Richard fliegt aus französischem Weltcup-Team
Biathlon-Star Jeanne Richard fliegt aus französischem Weltcup-Team

Biathlon-Star Jeanne Richard nach Olympia-Ausbootung auch aus Weltcup-Team geflogen

Für die französische Biathletin Jeanne Richard (23) setzt sich die sportliche Achterbahnfahrt fort. Nachdem sie bereits die Olympischen Spiele verpasst hatte, folgt nun der nächste herbe Rückschlag: Wie der nationale Verband am Montagabend bekannt gab, wird die junge Athletin auch nicht zum Weltcup in Kontiolahti (Finnland) mitreisen.

Frankreich setzt in Finnland auf etablierte Top-Stars

Statt auf die 23-jährige Nachwuchshoffnung vertraut der französische Biathlon-Verband in Kontiolahti vollständig auf die etablierten Spitzenathletinnen. Das Team wird von den viermaligen Olympiasiegerinnen Julia Simon, Lou Jeanmonnot, Camille Bened und Océane Michelon angeführt. Komplettiert wird das Aufgebot durch Justine Braisaz-Bouchet und Sophie Chauveau, die sich im internen Duell gegen Jeanne Richard durchsetzen konnte.

Olympia-Aus kam für Richard überraschend

Eigentlich war Jeanne Richard für die Olympischen Spiele eingeplant und sollte als Reservistin mit nach Antholz reisen. Doch noch vor Beginn der Wettkämpfe entschieden die Verantwortlichen anders: Sie wurde zu den zweitklassigen IBU-Cup-Rennen nach Norwegen beordert, mit der ursprünglichen Planung, später nach Antholz nachzureisen.

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Dazu kam es jedoch nicht. Zu Beginn der zweiten Olympia-Woche teilten die Verantwortlichen mit, dass Richard die Spiele freiwillig auslassen wolle, um sich stattdessen in ihrer Heimat auf den Rest der Saison vorzubereiten. Diese Darstellung wurde nun durch die aktuelle Nicht-Nominierung für den Weltcup in Frage gestellt.

Erneuter Abstieg in den IBU-Cup

Der aktuelle Schock für die Athletin: Trotz des Olympia-Verzichts darf Jeanne Richard zunächst nicht im Weltcup antreten. Stattdessen wird sie erneut im IBU-Cup starten, wo sie Teil des französischen Aufgebots für die letzten Rennen des Winters in Lake Placid (USA) sein soll.

Leistungsabfall und Gewehr-Skandal belasten Karriere

Die Nicht-Berücksichtigung ist die Quittung für einen enttäuschenden Winter. In der vergangenen Saison hatte Richard im Gesamtweltcup noch sensationell Rang 6 belegt und stand im Massenstart von Ruhpolding sogar auf dem Podium. In der aktuellen Saison 2025/26 gelang ihr jedoch in keinem einzigen Rennen der Einzug in die Top 10.

Zusätzlich belastet ein Skandal im französischen Team ihre Situation: Wie unter anderem das französische Portal „Dicodusport“ berichtete, soll Jeanne Richard vor einem Wettkampf heimlich das Gewehr ihrer Teamkollegin Océane Michelon manipuliert haben. Diese Vorwürfe haben das Vertrauensverhältnis innerhalb des Teams offenbar nachhaltig gestört.

Ungewisse Zukunft im Weltcup

Ob Jeanne Richard es in diesem Winter noch einmal in den Weltcup schafft, bleibt ungewiss. Nach dem Weltcup in Kontiolahti warten auf die Biathletinnen nur noch die Wettkämpfe in Otepää (Estland) und der traditionelle Saisonabschluss von Oslo am Holmenkollen. Für die 23-Jährige bedeutet dies, dass sie entweder im IBU-Cup verbleibt oder bei einer möglichen Nominierung nur noch wenige Gelegenheiten hat, sich zu rehabilitieren.

Die Entwicklung markiert einen dramatischen Sturz für die einstige Nachwuchshoffnung, die vor einem Jahr noch zu den aufstrebenden Talenten im internationalen Biathlon zählte. Nun muss sie nicht nur sportliche Rückschläge verarbeiten, sondern auch das verlorene Vertrauen des Verbands und ihrer Teamkolleginnen zurückgewinnen.

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