Burger-Verdacht bei Olympia: Deutsche Biathletinnen nach Magenproblemen umgezogen
Nach dem starken Auftakt mit Bronze in der Mixed-Staffel läuft es für die deutschen Biathleten bei den Olympischen Spielen derzeit eher zäh. In den beiden Sprintrennen war Franziska Preuß mit Platz sieben die beste Deutsche. Bei den Männern erreichte Philipp Horn als Top-Platzierung den zehnten Rang. Doch nun gibt es zusätzliche Sorgen um eine mögliche Krankheitswelle im Team.
Magenprobleme zwingen zu Startabsagen und Leistungseinbußen
Janina Hettich-Walz musste den Sprint kurzfristig wegen schwerer Magenprobleme absagen. Auch Vanessa Voigt, die sich trotz Unwohlsein durch den Wettkampf quälte, klagte nach dem Rennen über gesundheitliche Beeinträchtigungen. Die 28-Jährige schoss zwar fehlerfrei, kam jedoch nur auf Platz zwölf, weil ihr in der Loipe die nötige Kraft fehlte. Unter den schwierigen Umständen war dies dennoch eine beachtliche Leistung.
Nicht nur deutsche Athletinnen sind betroffen. Auch die tschechische Biathletin Jessica Jislova, deren Team in derselben Unterkunft wie die Deutschen wohnt, musste den Start im Sprint absagen. Die gemeinsame Unterbringung könnte ein Schlüssel zum Verständnis der Situation sein.
Verdächtiges Burger-Essen als mögliche Ursache
Zum Glück handelt es sich nach aktuellen Informationen wahrscheinlich nicht um einen Virus. Stattdessen deutet vieles auf ein verdorbenes Lebensmittel hin. Nach BILD-Informationen gab es am Mittwoch nach dem Einzelrennen der Frauen im Team-Quartier Burger. Während die meisten Teammitglieder keine Beschwerden hatten, litten Hettich-Walz und Voigt anschließend unter starken Magenproblemen.
Als unmittelbare Vorsichtsmaßnahme sind die Biathletinnen nun umgezogen – von der gemeinsamen Ferienwohnung in Einzelzimmer. Franziska Preuß erklärte: „Wir waren vorher zu sechst in einem Apartment, und jetzt haben wir uns einfach nochmal ein bisschen aufgeteilt.“
Einschätzung der Verantwortlichen und medizinische Maßnahmen
Sportdirektor Felix Bitterling zeigte sich optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass sie irgendwas Falsches gegessen haben. Es war auch nur ein Problem für eine Nacht. Bei Janina war es eine Nacht später. Deswegen hat es für sie jetzt einfach vom Sprint nicht mehr gereicht. Aber unsere medizinische Abteilung, unser Mannschaftsarzt, ist sich sehr sicher, dass das nichts Schlimmeres ist.“
Das deutsche Team wohnt nur knapp drei Kilometer entfernt vom Biathlonstadion auf einem Ferienhof. Bemerkenswert ist, dass für die Verpflegung sogar ein eigener Koch mitgenommen wurde, der bereits bei anderen Wettkämpfen Teil des Teams gewesen war. Diese Vorkehrung unterstreicht die Bedeutung einer kontrollierten Ernährung im Hochleistungssport.
Ausblick auf die kommenden Wettkämpfe
Die Hoffnung ist jetzt, dass die gesundheitlichen Probleme schnell überwunden werden. Schon am Sonntag gehen Frauen und Männer in der Verfolgung um Medaillen. Dienstag und Mittwoch folgen die wichtigen Staffelwettbewerbe, bei denen die Teams dringend ihre besten Athleten in Topform benötigen.
Die aktuelle Situation zeigt, wie fragil die Vorbereitung auf olympische Wettkämpfe sein kann und welche unerwarteten Herausforderungen selbst bei sorgfältiger Planung auftreten können. Die deutschen Biathleten müssen nun beweisen, dass sie trotz dieser Rückschläge ihre Leistungsfähigkeit zurückgewinnen können.



