Silber statt Gold: Chloe Kim verpasst historischen Hattrick, bleibt aber stolz
Chloe Kim verpasst Gold-Hattrick, bleibt stolz auf Silber

Silber statt Gold: Chloe Kim verpasst historischen Hattrick, bleibt aber stolz

Die US-amerikanische Snowboarderin Chloe Kim hat bei den Olympischen Winterspielen in Livigno den historischen Gold-Hattrick verpasst. Statt der erhofften dritten Goldmedaille in Folge gewann die 25-Jährige in der Halfpipe-Disziplin die Silbermedaille. Trotz dieser Enttäuschung zeigte sich Kim nach dem Wettkampf überaus positiv gestimmt und betonte ihren Stolz auf die eigene Leistung.

Verletzung beeinträchtigt Vorbereitung erheblich

Chloe Kim konnte in diesem Winter aufgrund einer schweren Verletzung kaum trainieren. Beim einem Trainingssturz im Januar hatte sich die Snowboarderin die Schulter ausgekugelt, was ihre Vorbereitung auf die Olympischen Spiele massiv beeinträchtigte. "Heute war es mein achter Tag auf Schnee in diesem Winter", erklärte Kim nach dem Wettbewerb. "Ich konnte nicht so viel trainieren, wie ich es gerne getan hätte."

Die Verletzung war so gravierend, dass Kim sogar um ihre Teilnahme an den Spielen gebangt hatte. Dennoch entschied sie sich für den Start und zeigte eine bemerkenswerte Leistung unter schwierigen Bedingungen. "Ich bin hier hergekommen, um so gut wie möglich zu snowboarden", sagte die Athletin und verwies damit auf ihre realistische Herangehensweise.

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Historische Chance verpasst

Chloe Kim hätte als erste Snowboarderin überhaupt bei drei Olympischen Winterspielen in Folge Gold gewinnen können. Dieser historische Hattrick war weder bei den Männern noch bei den Frauen im Snowboarden jemals zuvor gelungen. Die besonderen Umstände ihrer Verletzung ließen diesen Rekordversuch jedoch von vornherein als äußerst ambitioniert erscheinen.

Nach dem Wettkampf betonte Kim, dass der Gedanke an die mögliche dritte Goldmedaille für sie keine Rolle gespielt habe. Stattdessen konzentrierte sie sich darauf, unter den gegebenen Umständen ihr Bestes zu geben. "Ich bin einfach stolz auf mich selbst", sagte die Snowboarderin. "Ich habe die ganze Zeit gedacht, 'Ich bin so glücklich, hier zu sein'."

Junge Konkurrentin verhindert Kims Triumph

Den Gold-Hattrick von Chloe Kim verhinderte die erst 17-jährige Südkoreanerin Choi Gaon mit einem brillanten dritten Lauf. Bemerkenswert ist dabei, dass Choi im ersten Run schwer gestürzt war und mehrere Minuten in der Halfpipe liegengeblieben war. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage gelang ihr im entscheidenden Durchgang eine herausragende Leistung.

"Meine Knie sind etwas angeschlagen, aber ich habe das Gefühl, dass ich das alles mit meiner Freude überwinden kann", sagte die junge Südkoreanerin nach dem Wettkampf. Sie musste sich humpelnd zur Siegerehrung schleppen, was die Anstrengungen des Tages deutlich machte. Die Bronzemedaille gewann Ono Mitsuki aus Japan, die damit das Podium komplettierte.

Operation steht bevor

Für Chloe Kim steht nun eine Operation an der verletzten Schulter an. "Sie ist ziemlich instabil", erklärte die Snowboarderin und kündigte an, sich in ihrer Heimat behandeln zu lassen. Die Verletzung hatte nicht nur ihre Olympiavorbereitung beeinträchtigt, sondern wird nun auch ihre unmittelbare Zukunft prägen.

Trotz aller Herausforderungen bleibt Chloe Kims Olympia-Erfolgsbilanz beeindruckend: Nach Gold 2018 in Pyeongchang und Gold 2022 in Peking kann sie nun 2026 in Livigno Silber zu ihrer Sammlung hinzufügen. Ihre positive Einstellung und ihr Kampfgeist unter schwierigen Bedingungen machen ihre Leistung besonders bemerkenswert.

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