Biathlon-Verfolgung in Otepää: Deutsches Team stolpert am windigen Schießstand
Deutsche Biathlon-Frauen scheitern in Otepää am Schießstand

Deutsche Biathletinnen erleben windiges Debakel in Estland

Die deutschen Biathlon-Frauen haben bei der Verfolgung in Otepää, Estland, eine enttäuschende Leistung gezeigt. Im windigen Wettkampf am Samstagnachmittag konnten sich keine der deutschen Starterinnen für das Podest empfehlen. Der tückische Schießstand mit starken Windböen wurde zum Verhängnis für das gesamte Team.

Italienerin Vitozzi triumphiert vor finnischer Herausforderin

Den Tagessieg sicherte sich die Italienerin Lisa Vitozzi, die nach ihrem zweiten Platz im Sprint nun auch die Verfolgung gewann. Auf Rang zwei folgte Suvi Minkkinen aus Finnland, während die französische Gesamtweltcupführende Lou Jeanmonnot den dritten Platz belegte. Die Konkurrenz zeigte sich am windigen Tag deutlich stabiler als die deutschen Athletinnen.

Hettich-Walz stürzt von vielversprechender Position ab

Besonders dramatisch verlief das Rennen für Janina Hettich-Walz. Die 29-Jährige war als Vierte mit besten Aussichten ins Rennen gegangen, doch der Schießstand von Otepää erwies sich als ihr größter Gegner. In keinem der vier Schießeinlagen blieb sie ohne Fehlschuss und sammelte insgesamt sieben Fehler an. Dies bedeutete sieben Strafrunden, die sie am Ende auf den enttäuschenden 26. Platz zurückwarfen.

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Vanessa Voigt als beste Deutsche auf Platz zehn

Einziger Lichtblick für das deutsche Team war Vanessa Voigt. Die 28-Jährige zeigte sich am Schießstand als stabilste Deutsche und musste insgesamt dreimal in die Strafrunde. Mit Platz zehn erreichte sie das beste Ergebnis der deutschen Mannschaft. Nach dem Rennen erklärte Voigt am ARD-Mikrofon: "Ich wollte mich heute nicht zu sehr auf die Trefferquote konzentrieren, sondern eher auf die Schießzeit. Das ist mir ganz gut gelungen. Aber beim letzten Schuss wusste ich, es kann noch nach vorne gehen, aber dann hat der Kopf etwas gestreikt."

Weitere deutsche Athletinnen kämpfen mit Schießproblemen

Die Schwierigkeiten am Schießstand betrafen das gesamte deutsche Team:

  • Julia Tannheimer wurde mit vier Fehlern zweitbeste Deutsche auf Platz 14
  • Marlene Fichtner landete mit fünf Fehlern auf Rang 27

Bereits in der Verfolgung der Männer hatte es ein ähnliches Fehler-Festival gegeben, bei dem insgesamt 362 Fehlschüsse registriert wurden. Die windigen Bedingungen in Otepää stellten somit eine Herausforderung für alle Athleten dar.

Französische Sprint-Siegerin verpasst Doppelerfolg

Interessant verlief auch das Rennen der Französin Julia Simon, die tags zuvor noch den Sprint gewonnen hatte. Lange Zeit lag sie auf Siegkurs, doch drei Fehler im letzten Liegendschießen kosteten sie den möglichen Tagessieg. Am Ende musste sie sich mit Platz neun begnügen. Die Französin war zu Beginn des Winters wegen eines Kreditkartenbetrugsverfahrens suspendiert gewesen und feierte damit ihr Comeback in der Weltspitze.

Die Ergebnisse von Otepää zeigen deutlich, wie entscheidend die Schießleistung im Biathlon ist – besonders unter schwierigen Windbedingungen. Für das deutsche Team bedeutet das Ergebnis eine deutliche Warnung, die Schießstabilität zu verbessern, bevor die nächsten Wettkämpfe anstehen.

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