Rydzek und Armbruster feiern Podestplatz bei historischem Mixed-Teamsprint in Lahti
Deutsche Kombinierer bei Premiere auf dem Podest

Historischer Erfolg für deutsches Kombinierer-Duo in Finnland

Die Nordischen Kombinierer Johannes Rydzek und Nathalie Armbruster haben bei der Premiere des Mixed-Teamsprints im Weltcup einen bemerkenswerten Erfolg gefeiert. Im finnischen Lahti erkämpfte sich das deutsche Duo nach einer starken Gesamtleistung den dritten Platz und damit einen Podestplatz bei diesem historischen Wettkampfdebüt.

Norwegische Dominanz bei innovativem Wettkampfformat

Nicht zu schlagen war an diesem Tag das norwegische Team mit dem dreifachen Olympiasieger Jens Luraas Oftebro und der Gesamtweltcup-Gewinnerin Ida Marie Hagen, die den Sieg klar für sich entschieden. Das finnische Duo Ilkka Herola und Minja Korhonen sicherte sich mit einem Rückstand von 18,8 Sekunden den zweiten Rang vor den Deutschen.

Rydzek und Armbruster waren nach soliden Sprüngen auf Position vier in die Langlaufstrecke gestartet und konnten während des Rennens noch eine Position gutmachen. Besonders die Schlussläuferin Armbruster zeigte Nervenstärke und sicherte mit 25,1 Sekunden Rückstand auf die Norweger den Podestplatz für das deutsche Team.

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Emotionale Reaktionen nach dem Erfolg

"Ich war wahnsinnig nervös. Ich wollte unbedingt, dass wir mit einem Podestplatz rausgehen. Wir sind unglaublich happy", gestand die 20-jährige Armbruster im ZDF-Interview nach dem Rennen. Ihr 34-jähriger Teamkollege Rydzek, der sie im Ziel in Empfang nahm, zeigte sich ebenfalls bewegt: "Ich habe mitgezittert. Nathalie hat das unglaublich gut gemacht."

Das zweite deutsche Duo mit Vinzenz Geiger und Ronja Loh belegte unter den 14 teilnehmenden Teams den elften Platz. Männer-Bundestrainer Eric Frenzel zeigte sich begeistert vom neuen Wettkampfformat: "Schön, dass es diese Wettkämpfe gibt. Das schweißt zusammen und ist richtig cool." Auch Frauen-Coach Florian Aichinger äußerte sich positiv: "Das war ein extrem spannendes Rennen. Ich freue mich sehr für die zwei."

Zukunftsperspektiven und aktuelle Verletzungssorgen

Der Mixed-Teamsprint könnte nach der erfolgreichen Premiere eine Zukunft im olympischen Programm haben. Bei den Männern hatte der Teamsprint bereits in Mailand seine Olympia-Premiere gefeiert, wobei ein doppelter Sturz von Vinzenz Geiger damals eine Medaille an der Seite von Rydzek verhinderte. Die Mixed-Variante gilt als potenzieller Wettkampf für die Winterspiele 2030, falls die Nordische Kombination dann weiterhin zum olympischen Programm gehört.

Weniger erfreulich verlief das Wochenende für Team-Weltmeister Wendelin Thannheimer, der sich bei einem Sturz am Freitag einen Kreuzbandriss im linken Knie zuzog und damit monatelang ausfällt. Auch Jenny Nowak musste am Samstag gesundheitlich angeschlagen passen, was die deutschen Teams zusätzlich forderte.

Insgesamt markiert der Podestplatz von Rydzek und Armbruster einen wichtigen Erfolg für den deutschen Nordischen Kombinationssport und unterstreicht das Potenzial des neuen Mixed-Formats, das sowohl bei Athleten als auch Trainern auf positive Resonanz stößt.

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