Historisches Aus bei Olympia: Deutsche Kombinierer verpassen Einzelmedaille
Das war eine bittere Enttäuschung für den deutschen Skisport! Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Tesero, Italien, haben die deutschen Nordischen Kombinierer ein historisch schwaches Ergebnis erzielt. Zum ersten Mal seit den Winterspielen 2010 in Vancouver – also seit 16 Jahren – gehen die deutschen Athleten in der Einzeldisziplin ohne Medaille nach Hause.
Doppelte Enttäuschung von Normalschanze und Großschanze
Nachdem bereits der Wettkampf von der Normalschanze enttäuschend verlaufen war, wiederholte sich das Debakel nun auch von der Großschanze. Der beste deutsche Starter, Vinzenz Geiger (26), landete am Ende nur auf dem neunten Platz. Damit hatte die deutsche Mannschaft keinerlei Einfluss auf die Medaillenvergabe, die komplett an andere Nationen ging.
Gold sicherte sich der Norweger Jens Luraas Oftebro (25), der damit bereits seine zweite Goldmedaille bei diesen Spielen gewann. Silber ging ebenfalls nach Norwegen an Johannes Lamparter (24), während der Finne Ilkka Herola (30) mit Bronze zufrieden sein konnte.
Katastrophale Sprungleistung besiegelt das Schicksal
Bereits vor dem Langlauf über zehn Kilometer stand fest, dass die deutschen Kombinierer chancenlos sein würden. Die Sprungleistungen am Vormittag waren derart schwach, dass die Rückstände vor dem Lauf nicht mehr aufzuholen waren.
Johannes Rydzek (34) startete als erster Deutscher mit einem Rückstand von 1:23 Minuten von Platz 15 ins Rennen, nachdem er nur 123,5 Meter gesprungen war. Sein Teamkollege Julian Schmid (26) folgte zwölf Sekunden später von Platz 16, nach einem Sprung auf 124,5 Meter.
Der eigentliche Hoffnungsträger Vinzenz Geiger war mit einem Rückstand von 1:43 Minuten bereits vor dem Start praktisch aus dem Rennen. Nach seinem missglückten Sprung auf 120,5 Meter rief der zweifache Olympiasieger frustriert in die TV-Kameras: „Ein Witz!“ Später erklärte er: „Das bezog sich auf meinen Sprung und die Bedingungen. Ich bin einfach frustriert gewesen, und dann kommt so etwas raus. Andere haben gezeigt, dass es geht. Ich war einfach zu schlecht auf der Schanze.“
Ehrliche Worte der enttäuschten Athleten
Die deutschen Kombinierer zeigten sich nach dem Wettkampf selbstkritisch und machten keine Ausreden. Julian Schmid analysierte nüchtern: „Das war grottenschlecht, das kann man ganz klar so sagen. Wir hatten alle genug Zeit und Sprünge, um uns auf die Schanze einzustellen. Uns ist das nicht gelungen – den anderen schon. Das ist ärgerlich, und dafür haben wir die saubere Quittung gekriegt.“
Die Mannschaft teilt damit ein gemeinsames Schicksal: Alle deutschen Starter waren auf der Schanze deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben, während die Konkurrenz aus Norwegen und Finnland überzeugende Leistungen zeigte.
Letzte Chance im Teamsprint
Für die deutschen Nordischen Kombinierer bleibt am Donnerstag noch eine letzte Möglichkeit, bei diesen Olympischen Spielen eine Medaille zu gewinnen. Dann steht der Teamsprint auf dem Programm, bei dem die enttäuschte Mannschaft versuchen wird, die Negativserie zu durchbrechen und doch noch Edelmetall nach Deutschland zu holen.
Die historische Durststrecke ohne Einzelmedaille in der Nordischen Kombination bei Olympischen Winterspielen dauert nun bereits 16 Jahre an – eine bittere Bilanz für eine Sportart, in der Deutschland traditionell zu den stärksten Nationen gehörte.



