Doppel-Sturz im Schnee: Deutsche Kombinierer verlieren Medaille nach Führung
Deutsche Kombinierer verlieren Medaille nach Doppel-Sturz

Doppel-Sturz im Schnee: Deutsche Kombinierer verlieren Medaille nach Führung

Ein dramatisches Tiefschnee-Drama hat die deutschen Kombinierer bei den Olympischen Spielen in Tesero, Italien, heimgesucht. Trotz einer starken Führung nach dem Skispringen mussten Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger im Team-Sprint am Ende ohne Medaille auskommen. Der dichte Schneefall und zwei schwere Stürze von Geiger kosteten das Duo jede Chance auf Edelmetall.

Führung schmilzt im Dauerschneefall dahin

Am Morgen hatte alles perfekt begonnen. Routinier Johannes Rydzek, Doppel-Olympiasieger, zeigte bei seinen letzten Spielen noch einmal volle Klasse und sprang auf 123 Meter. Team-Kollege Vinzenz Geiger folgte mit 122,5 Metern im Schneetreiben von Predazzo. Für beide waren es die besten Sprünge bisher auf der Olympia-Schanze. Nach einem enttäuschenden zehnten Platz im Einzel von der Großschanze hatte Rydzek am Mittwoch extra noch ein Training absolviert – und diese Vorbereitung schien sich auszuzahlen.

Deutschland ging mit einem Vorsprung von 13 Sekunden vor den starken Norwegern in die Loipe. Japan lag mit 21 Sekunden Rückstand auf Platz drei, während die Österreicher mit 29 Sekunden Defizit starteten. Doch der dichte Schneefall ließ nicht nach und verwandelte die Strecke in eine Herausforderung.

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Geigers Doppel-Sturz besiegelt das Schicksal

Johannes Rydzek startete als Erster in die Loipe und machte den Schneepflug. Beim ersten Wechsel auf Vinzenz Geiger nach 1,5 Kilometern war der Vorsprung bereits auf 7,7 Sekunden geschmolzen. Norwegens Doppel-Olympiasieger Jens Lurås Oftebro jagte Geiger und lief vor dem Wechsel bereits auf. Ein spannender Krimi entwickelte sich zwischen Deutschland, Norwegen, Österreich, Finnland und Japan.

Dann der erste Sturz: In seiner vorletzten Runde schaute Geiger kurz zur linken Seite, verhakte sich im Schnee und kam zu Fall. Der Japaner hinter ihm fuhr in Geiger rein und stürzte ebenfalls. Geiger rappelte sich hoch, doch kurz danach passierte das Unglaubliche – er stürzte erneut! Was für ein Drama. Geiger lag am Boden und verlor dadurch wertvolle Sekunden, die eine Medaille unmöglich machten.

Die anderen Teams zogen davon, fast 25 Sekunden betrug der Rückstand auf das Führungstrio Norwegen, Finnland und Österreich. Später stürzte auch der Österreicher Stefan Rettenegger, konnte sich aber schnell wieder aufrappeln und die Position halten.

Am Ende nur Platz fünf

Norwegen gewann schließlich vor Finnland und Österreich. Deutschland musste sich mit einem enttäuschenden fünften Platz begnügen. Dabei war die Ausgangslage so vielversprechend gewesen. Die Kombination aus starkem Sprung und anfänglichem Laufvorsprung hatte Medaillenchancen geweckt, doch die widrigen Bedingungen und die unglücklichen Stürze machten alle Hoffnungen zunichte.

Dieses Ergebnis unterstreicht die Unberechenbarkeit des Wintersports, besonders bei schwierigen Wetterverhältnissen. Für die deutschen Kombinierer bleibt nur die bittere Erkenntnis, dass eine Führung nicht immer zum Sieg führt.

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