Deutsche Paralympics-Mannschaft erreicht 40 Aktive für Mailand und Cortina
Das deutsche Aufgebot für die Winter-Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo wurde erneut erweitert und umfasst nun 40 Athletinnen und Athleten sowie acht Guides. Diese Anpassung markiert einen bedeutenden Schritt in der Vorbereitung auf die Spiele, die vom 6. bis 15. März 2026 stattfinden werden. Laut dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) handelt es sich um die zweitgrößte deutsche Paralympics-Mannschaft in der Geschichte, übertroffen nur von der Delegation mit 43 Aktiven bei den Spielen 1994 in Lillehammer.
Nachrücker bereichern das Team mit Jugend und Erfahrung
Zu den neu hinzugekommenen Sportlern gehören die Para Ski alpin-Fahrerin Maya Fügenschuh und der Para Ski nordisch-Athlet Steffen Lehmker. Die 17-jährige Fügenschuh, die aus dem Allgäu stammt und für den SV Hindelang antritt, ist die jüngste Teilnehmerin im deutschen Team und wird bei diesen Spielen ihre Paralympics-Premiere feiern. „Ich freue mich riesig, dass ich an den Paralympics teilnehmen darf. Angekommen ist das bei mir noch nicht so ganz“, erklärte die Nachwuchssportlerin. Als ihre Begleitläuferin wird Johanna Holzmann fungieren, die bereits 2022 in Peking an den Olympischen Winterspielen im Skicross teilgenommen hat.
Steffen Lehmker, ein 37-jähriger Berufsschullehrer aus Niedersachsen, bringt wertvolle Erfahrung mit. Bei den Paralympics 2018 in Pyeongchang gewann er mit der Skilanglauf-Staffel eine Bronzemedaille. „Insgeheim gehofft habe ich natürlich schon noch, aber es ist verrückt, dass es nun doch noch klappt. Die Vorfreude ist entsprechend groß“, sagte Lehmker über seine erneute Nominierung.
Breite Teilnahme und ambitionierte Ziele
Bei den anstehenden Winter-Paralympics werden deutsche Sportler erstmals in fünf verschiedenen Sportarten antreten, wobei lediglich das Rollstuhl-Curling ohne deutsche Beteiligung bleibt. Insgesamt sind 79 Entscheidungen in sechs Sportarten geplant. Der Deutsche Behindertensportverband hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, unter die besten sechs Nationen im Medaillenspiegel zu kommen. Diese Erweiterung des Teams unterstreicht die wachsende Bedeutung und Vielfalt des deutschen Behindertensports auf internationaler Ebene.



