Deutsche Skeleton-Frauen mit starken Leistungen zur Halbzeit bei Olympia
Die deutschen Skeleton-Frauen haben bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo einen beeindruckenden Auftakt hingelegt. Zur Halbzeit der Wettkämpfe liegen alle drei deutschen Starterinnen unter den besten Vier und verfügen damit über intakte Goldchancen. Die abschließenden Läufe an diesem Samstag versprechen spannende Duelle um die Medaillenränge.
Kreher knapp hinter österreichischer Spitzenreiterin
Olympia-Debütantin Susanne Kreher vom Dresdner SC präsentiert sich in herausragender Form. Die 27-jährige Weltmeisterin von 2023 liegt nach zwei Läufen nur vier Hundertstelsekunden hinter der führenden Österreicherin Janine Flock. Kreher, die erst beim Weltcup-Finale in Altenberg ihr Olympia-Ticket löste, zeigte im neu gebauten Cortina Sliding Centre starke Leistungen. „Es hat super Spaß gemacht, das hat mich ein bittchen beflügelt“, kommentierte die Athletin ihre bisherige Performance.
Pfeifer setzt mit Bahnrekord ein Zeichen
Noch besser platziert ist Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland. Die Silbermedaillengewinnerin von Pyeongchang 2018 liegt aktuell auf dem dritten Rang mit nur 0,13 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Nach einigen Fehlern im oberen Teil der Bahn im ersten Lauf, reagierte Pfeifer im zweiten Durchgang mit einem beeindruckenden Bahnrekord. „Der zweite Lauf war noch nicht perfekt, aber wesentlich besser. Ich kann noch viel besser fahren und bin entspannt für morgen“, zeigte sich die Athletin zuversichtlich für die Entscheidungsläufe.
Olympiasiegerin Neise ebenfalls im Medaillenrennen
Komplettiert wird das deutsche Trio durch Hannah Neise vom BSC Winterberg. Die 25-jährige Peking-Olympiasiegerin liegt aktuell auf Rang vier und hat 0,24 Sekunden Rückstand auf die Bronzemedaille. Damit bleiben alle drei deutschen Starterinnen im engen Medaillenkurs und können in den finalen Läufen um die vordersten Plätze kämpfen.
Österreichische Konkurrenz als einzige Störfaktor
Einzige Athletin, die das deutsche Dreigestirn aktuell von der Spitze fernhält, ist die Österreicherin Janine Flock. Sie profitierte im ersten Lauf von einem zwischenzeitlichen Bahnrekord und führt das Feld mit hauchdünnem Vorsprung an. Die engen Zeitabstände versprechen ein packendes Finale am Samstag, bei dem jede Hundertstelsekunde über die Medaillenverteilung entscheiden könnte.
Die deutschen Skeleton-Frauen haben damit die optimale Ausgangsposition für die Medaillenentscheidung geschaffen. Mit ihrer konstant starken Leistung demonstrieren sie die Stärke des deutschen Skeleton-Nachwuchses und die Qualität der Trainingsarbeit. Die abschließenden Läufe werden zeigen, ob eine oder mehrere der deutschen Athletinnen das Podest erklimmen können.



