Mindestens drei Tote durch Lawinen in Österreich: Zwei Deutsche unter den Opfern
In Österreich sind bei mehreren Lawinenunglücken mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, wie die Polizei bestätigte. Zwei der Opfer stammen aus Baden-Württemberg, Deutschland. Die Behörden haben für die Bundesländer Tirol und Vorarlberg die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen und warnen vor der angespannten Lawinensituation im Westen des Landes.
Details zu den tragischen Vorfällen
Laut einer Sprecherin der Polizei in Tirol wurden allein in diesem Bundesland mehr als 30 Lawinen an einem Tag gezählt. Ein Skiwanderer und ein Snowboarder, beide Deutsche, kamen dabei ums Leben. Der Skiwanderer war im Tiroler Navistal mit einem weiteren Mann unterwegs. Aufgrund der hohen Lawinengefahr beschlossen sie umzukehren, doch beim Queren eines Hanges löste sich ein Schneebrett. Einer der beiden wurde völlig verschüttet und starb trotz Rettungsversuchen.
Ein weiteres Opfer wurde in Fiss gemeldet: Ein 71-jähriger Urlaubsgast aus den Niederlanden, der kein Lawinensuchgerät trug, das im Notfall das Auffinden erleichtern kann. Auch im Bundesland Vorarlberg starb ein 42-jähriger Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach. Er war mit seinem 15-jährigen Sohn im Skigebiet Sonnenkopf abseits gesicherter Pisten unterwegs, als er von einer Lawine mitgerissen wurde. Der Sohn alarmierte umgehend die Rettungskräfte, doch der Vater konnte erst nach einer Stunde gefunden werden und starb noch an der Unglücksstelle.
Rettungseinsätze und Warnungen
Im Bundesland Salzburg ging ebenfalls eine Reihe von Lawinen ab, doch hier konnte ein 70-jähriger Skitourengeher aus dem Schnee gerettet werden. Die Warndienste betonen die kritische Situation und haben in Tirol und Vorarlberg die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen. Sie raten Wintersportlern dringend, gesicherte Pisten nicht zu verlassen und angemessene Sicherheitsausrüstung wie Lawinensuchgeräte zu tragen.
Die Behörden weisen darauf hin, dass die Lawinengefahr durch aktuelle Wetterbedingungen weiterhin hoch bleibt. Sie appellieren an alle Skifahrer, Snowboarder und Wanderer, die Warnhinweise ernst zu nehmen und sich über die lokalen Bedingungen zu informieren, um weitere Tragödien zu vermeiden.



