Emma Aicher: Hundertstelsekunden-Drama im Weltcup – erneut knapp am Sieg vorbei
Emma Aicher: Hundertstelsekunden-Drama im Weltcup

Emma Aicher: Hundertstelsekunden-Drama im Weltcup – erneut knapp am Sieg vorbei

Es ist ein wiederkehrendes Muster, das die deutsche Skistar Emma Aicher in dieser Saison verfolgt: winzige Hundertstelsekunden, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Nach den Olympischen Winterspielen, wo sie Gold in der Abfahrt um 0,04 Sekunden und in der Teamkombination um 0,05 Sekunden verpasste, erlebte die 22-Jährige nun das nächste Drama. Beim Abfahrts-Weltcup in Val di Fassa fehlten ihr nur 0,01 Sekunden zum sechsten Saisonsieg. Geschlagen wurde sie von der Italienerin Laura Pirovano, die damit ihren ersten Weltcup-Erfolg feierte.

Knappe Entscheidungen und wertvolle Punkte

Im Ziel stöhnte Aicher laut, als sie auf der Anzeigetafel ihren minimalen Rückstand sah – umgerechnet lediglich 0,28 Zentimeter auf einer Streckenlänge von 2274 Metern. Trotz der Enttäuschung sammelte sie mit dem zweiten Platz wertvolle Punkte im Kampf um die kleine Kugel als beste Abfahrerin des Winters. Kira Weidle-Winkelmann landete als Vierte ebenfalls knapp neben dem Podium, nur 0,03 Sekunden hinter der Olympiasiegerin Breezy Johnson.

Aicher zeigte sich gewohnt lakonisch: „Ja, ich bin wieder ganz zufrieden mit meiner Fahrt. Ich habe es oben ganz gut getroffen, und unten im Steilen war es auch okay.“ Mit ihrem achten Podestplatz in dieser Disziplin rückte sie in der Disziplinwertung bis auf 14 Punkte an die verletzte Lindsey Vonn heran. Weidle-Winkelmann fiel auf Rang vier zurück.

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Aufstieg im Gesamtweltcup und weitere Herausforderungen

Im Gesamtweltcup schob sich Aicher auf Rang zwei vor, ihr Rückstand auf Ski-Königin Mikaela Shiffrin beträgt noch 139 Zähler. In diesem Winter sind noch acht Rennen zu fahren, darunter:

  • Eine zweite Abfahrt in Val di Fassa am Samstag
  • Ein Super-G am Sonntag am selben Ort
  • Rennen in Are (Schweden) mit Riesenslalom und Slalom
  • Das Saisonfinale in Kvitfjell (Norwegen) mit je einem Rennen in vier Disziplinen

Die 22-jährige Allrounderin, die als Überraschungsstar von Olympia hervorging, bleibt ihrer vielseitigen Ausrichtung treu, trotz Diskussionen über eine Spezialisierung. Ihr Trainer setzt weiter auf Breite, was Aicher zu einer besonderen Sportlerin im Skizirkus macht.

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