Emma Weiß: Die einzige deutsche Aerials-Springerin vertraut auf göttliche Hilfe
Aus Livigno berichtet Florian Haupt – 18. Februar 2026. Wenn Emma Weiß von der Schanze abspringt und sich bis zu 15 Meter in die Höhe katapultiert, fühlt sie eine besondere Präsenz an ihrer Seite. „Das ist nicht von dieser Welt“, beschreibt die Aerials-Athletin das Gefühl während ihrer atemberaubenden Flüge durch die Luft. In einer Disziplin, die höchste Konzentration und Mut erfordert, findet sie Halt in ihrem Glauben.
Ohne Förderung, aber mit Überzeugung
Emma Weiß ist die einzige aktive Aerials-Springerin Deutschlands – eine Solistin in einer Nischensportart. Während andere Athleten auf umfangreiche finanzielle Unterstützung zählen können, trainiert und startet sie weitgehend ohne solche Mittel. Dennoch lässt sie sich nicht entmutigen. Ihre Leidenschaft für die spektakulären Salti und Schrauben, die sie in der Luft vollführt, treibt sie an.
Ein Schlüsselerlebnis veränderte ihre Einstellung nachhaltig: Eine „Offenbarung“, wie sie es nennt, ließ sie erkennen, dass sie nicht allein ist. Seitdem ist sie überzeugt, dass eine höhere Macht sie bei ihren waghalsigen Sprüngen begleitet. Dieser Glaube gibt ihr die nötige Sicherheit, um die psychischen und physischen Herausforderungen zu meistern.
Die Herausforderungen des Aerials-Sports
Aerials, auch Freestyle-Skiing genannt, gehört zu den riskantesten Disziplinen im Wintersport. Die Athleten springen von speziellen Schanzen ab, drehen sich mehrfach um die eigene Achse und landen auf einer steil abfallenden Piste. Die Technik erfordert:
- Präzise Körperbeherrschung
- Maximale Konzentration
- Psychische Stärke
- Jahrelanges Training
Für Emma Weiß kommt noch eine weitere Komponente hinzu: Die spirituelle Dimension. Sie sieht ihren Sport nicht nur als physische Leistung, sondern auch als eine Art Meditation in der Luft. Jeder Sprung ist für sie ein Akt des Vertrauens – in sich selbst und in die Kraft, die sie von oben spürt.
Ein Blick in die Zukunft
Trotz der fehlenden finanziellen Rückendeckung blickt Emma Weiß optimistisch nach vorn. Sie hofft, mit ihren Leistungen nicht nur sich selbst, sondern auch den Aerials-Sport in Deutschland bekannter zu machen. Vielleicht, so ihre Vision, inspiriert ihr Weg andere junge Sportler, diesen außergewöhnlichen Pfad einzuschlagen. Bis dahin springt sie weiter – mit dem festen Glauben, dass sie nicht allein fliegt.



