Felix Loch plant Olympia 2030: Rodel-Legende verlängert Karriere mit Familienrückhalt
Der dreimalige Rodel-Olympiasieger Felix Loch hat nach intensiven Gesprächen mit seiner Familie eine wegweisende Entscheidung getroffen: Der 36-Jährige will seine Karriere verlängern und peilt die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen an. Nach seinem enttäuschenden sechsten Platz bei den Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo hat der gebürtige Thüringer neue Motivation gefunden.
Familie als Rückhalt für Olympia-Pläne
„Ich liebe meinen Sport. Und solange ich vorne mitfahren kann, werde ich alles geben, um 2030 wieder für unser Team Deutschland am Start zu stehen“, schrieb Loch auf Instagram. Die Unterstützung seiner Familie spielte bei dieser Entscheidung eine zentrale Rolle. Nach einer langen Besprechung im Familienkreis steht nun fest: Der Rodler will weiterhin auf internationaler Ebene antreten.
Nächstes Ziel: Die große Kristallkugel
Bevor sich Loch voll auf Olympia 2030 konzentriert, hat er ein unmittelbares Ziel vor Augen: Als aktueller Führender im Gesamtweltcup möchte er noch einmal die begehrte große Kristallkugel gewinnen. „Es sind noch zwei Rennen, wo ich mich mit Jonas Müller batteln werde“, erklärte der Sportler. Mit nur einem Punkt Vorsprung führt Loch das Gesamtklassement äußerst knapp an.
Über einen möglichen Erfolg sagte er: „Ich würde mich freuen, dann kann man sagen, es ist eine versöhnliche Saison. Momentan ist es aber bitter.“ Diese Aussage bezieht sich auf seine Enttäuschung über das Olympia-Ergebnis, das ihn nun zu neuen Höchstleistungen antreibt.
Gesundheit als Voraussetzung für Karriereverlängerung
„Also werd ich weitermachen – solange ich gesund und fit bin“, betonte der erfahrene Rodler. Er verschwendet ohnehin keine Gedanken an ein abruptes Karriereende. Stattdessen konzentriert er sich auf seine körperliche Verfassung und die langfristige Planung. Die Entscheidung über sein endgültiges Karriereende wird laut Loch „eine Bauchentscheidung sein“, bei der er dann sagen würde: „So, und jetzt ist gut. Jetzt stelle ich mich am Ende auf die andere Seite der Bahn.“
Olympia-Bahn in La Plagne als neues Ziel
Nach den enttäuschenden Spielen in Italien hat Loch bereits die nächste Olympia-Bahn im Blick: Die Strecke in La Plagne, Frankreich, wo 2030 die Rodel-Wettbewerbe stattfinden sollen. „Wir waren oft für Materialtests dort. Vor allem spät in der Saison. Schauen wir mal, ob wir die am Ende in vier Jahren bezwingen werden“, sagte der Sportler mit Blick auf die Herausforderung.
Loch möchte auf dieser Bahn noch einmal eine Medaille gewinnen und damit seine beeindruckende Olympia-Bilanz weiter ausbauen. Der dreimalige Goldmedaillengewinner hat bereits bewiesen, dass er zu den besten Rodlern der Welt gehört, und will diese Dominanz fortsetzen.
Perspektiven nach der aktiven Karriere
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur plant Felix Loch nach seiner aktiven Laufbahn eine Trainer-Karriere. Diese Perspektive gibt ihm zusätzliche Motivation, seine Erfahrungen und sein Wissen an die nächste Generation von Rodlern weiterzugeben. Der Übergang von der aktiven Sportlerkarriere zur Trainertätigkeit scheint somit bereits in Planung zu sein.
Der 36-jährige Rodler kombiniert damit langfristige Visionen mit kurzfristigen Zielen: Zuerst die Kristallkugel, dann Olympia 2030, und schließlich der Wechsel in eine Trainerlaufbahn. Mit der Unterstützung seiner Familie und seiner ungebrochenen Leidenschaft für den Rennrodelsport hat Felix Loch einen klaren Weg für die kommenden Jahre vorgezeichnet.



