Silber in der Super-Kombination: Anna-Lena Forster holt zweite Medaille bei Paralympics
Bei den Winter-Paralympics in Cortina d'Ampezzo hat das deutsche Alpin-Ass Anna-Lena Forster erneut für Furore gesorgt. Drei Tage nach ihrem triumphalen Sieg in der Abfahrt jubelte die 30-jährige Monoskifahrerin über Silber in der anspruchsvollen Super-Kombination. In einem packenden Rennen, das aus je einem Lauf im Super-G und Slalom bestand, verpasste Forster den Sieg nur knapp.
Starke Aufholjagd im Slalom sichert Medaille
Nach dem Super-G lag Forster mit einem Rückstand von 2,36 Sekunden noch deutlich zurück. Doch im anschließenden Slalom zeigte die Athletin eine beeindruckende Leistung und holte fast die gesamte Differenz auf. Am Ende betrug ihr Rückstand auf die siegreiche Spanierin Audrey Pascual Seca lediglich 0,46 Sekunden. Diese enge Entscheidung unterstrich die hohe Wettkampfqualität im paralympischen Skisport.
Im Zielraum äußerte sich Forster zufrieden über ihre Leistung: "So soll es sein. Dass es so spannend wird, ist wichtig für unseren Sport. Klar hätte ich es auch anders machen und im Super-G mehr Gas geben können. Aber jetzt mit dem Slalom bin ich einfach happy und kann selbstbewusst in die Technikrennen gehen." Ihre Aussage spiegelt die professionelle Einstellung der erfahrenen Sportlerin wider, die bereits mehrere paralympische Medaillen gewonnen hat.
Andrea Rothfuss verpasst knapp Top-Fünf-Platz
In der stehenden Klasse sorgte Andrea Rothfuss für eine weitere deutsche Beteiligung. Die 36-Jährige belegte nach einer Aufholjagd den sechsten Rang und verpasste Platz fünf nur um hauchdünne 0,01 Sekunden. Nach dem Super-G hatte sie noch auf Position acht gelegen, konnte sich aber im Slalom deutlich verbessern.
Ein kleiner Zwischenfall beeinflusste ihr Rennen minimal: Im Zielhang verlor Rothfuss an einer Stange ihren Unterarmschutz. Dazu kommentierte sie: "Es ist meistens so dieser erste Moment, wenn ich das Ding verliere, was dann kurz mal irritiert. Ich würde sagen, das entspricht so etwa einer Hundertstel." Trotz dieser Störung zeigte sie eine respektable Leistung und demonstrierte die Tiefe des deutschen Teams.
Die Winter-Paralympics in Cortina d'Ampezzo gehen mit diesem spannenden Wettkampf weiter. Forster kann mit ihrer zweiten Medaille zuversichtlich in die kommenden Technikrennen starten, während das deutsche Team insgesamt eine starke Präsenz im alpinen Skisport beweist.



