Paralympics-Gold im Ski-Krimi: Anna-Lena Forster holt ersten deutschen Sieg in Italien
Forster holt erstes deutsches Gold bei Paralympics in Italien

Gold im Monoski: Anna-Lena Forster startet mit historischem Sieg in Paralympics

Mit einem atemberaubenden Ski-Krimi hat Fahnenträgerin Anna-Lena Forster Deutschland den ersten goldenen Höhepunkt bei den Paralympischen Winterspielen in Italien beschert. Die Monoskifahrerin siegte in der Abfahrt der sitzenden Klasse in Cortina d'Ampezzo mit hauchdünnen fünf Hundertstelsekunden Vorsprung vor der Spanierin Audrey Pascual Seco. Die Chinesin Sitong Liu (+5,48 Sekunden) komplettierte das Podest als Dritte.

Fürster jubelt über „krassen“ Sieg nach nervenaufreibendem Rennen

„Einfach krass“, kommentierte die 30-jährige Forster ihren Triumph, als sie mit der deutschen Flagge über den Schultern in die Interviews startete. Das Rennen entwickelte sich zu einem wahren Nervenkitzel: „Als die Spanierin bei den Zwischenzeiten vorn lag, hatte ich Gold eigentlich schon abgeschrieben. Aber irgendwie unten raus hat es dann doch noch gereicht. Das war ein richtiger Krimi“, schilderte die Siegerin begeistert.

Obwohl Forster mit ihrem eigenen Lauf nicht vollständig zufrieden war – „Ich hatte ein paar Ausritte, bei denen ich dachte: Oh Gott, das darfst du dir eigentlich nicht leisten“ – fiel das Ergebnis perfekt aus. Der Sturz der vor ihr gestarteten Niederländerin Barbara van Bergen beeinflusste ihren Sieg nicht. „Ich weiß, wenn Barbara vor mir startet, kann das passieren, weil sie leider so eine Sturzpilotin ist“, erklärte Forster pragmatisch.

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Fünfter Paralympics-Erfolg für die deutsche Skistars

Für Anna-Lena Forster markiert dieser Sieg einen besonderen Meilenstein: Es ist ihre erste Goldmedaille in der Abfahrt bei Paralympischen Spielen, nachdem sie bei den letzten Spielen in Peking Silber gewonnen hatte. Insgesamt kann die Ausnahmesportlerin nun auf fünf Paralympics-Titel zurückblicken – zuvor hatte sie bereits je zwei Goldmedaillen im Slalom und der Super-Kombination errungen.

Bronze für Anja Wicker im Biathlon trotz Schießfehlern

Parallel zum goldenen Ski-Erfolg sicherte sich Anja Wicker im Biathlon weitere Edelmetall-Ehren für das deutsche Team. Die 34-Jährige gewann im Sprint der sitzenden Klasse Bronze, obwohl ihr im Wettkampf zwei Schießfehler unterliefen. Der Sieg ging an die fehlerfreie US-Amerikanerin Oksana Masters, vor ihrer Teamkollegin Kendall Gretsch.

„Das war ein heißes Rennen. Ich bin froh, dass ich es gepackt habe“, zeigte sich Wicker erleichtert über ihren Erfolg. Die Sportlerin, deren untere Wirbelsäule fehlgebildet ist, bestritt bei diesen Spielen ihre vierte Paralympics-Teilnahme. Am Sonntag hat die Bronzemedaillen-Gewinnerin von Peking 2022 im Einzel die nächste Chance auf Edelmetall. Neben den Biathlonrennen wird Wicker zudem in den Langlauf-Wettbewerben antreten.

Eskau bleibt fehlerfrei bei neunter Paralympics-Teilnahme

Die 54 Jahre alte Andrea Eskau komplettierte das deutsche Starterfeld im Biathlon und blieb in ihrem ersten Rennen bei ihren inzwischen neunten Paralympics fehlerfrei. Sie belegte am Ende einen respektablen achten Platz und demonstrierte damit einmal mehr ihre beeindruckende Langlebigkeit im Spitzensport.

Mit diesen starken Leistungen startet das deutsche Paralympics-Teau äußerst erfolgreich in die Winterspiele in Italien. Die Goldmedaille von Anna-Lena Forster setzt dabei nicht nur einen sportlichen, sondern auch einen emotionalen Höhepunkt, der die gesamte deutsche Mannschaft motivieren dürfte.

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