Paralympics-Gold zum Auftakt: Anna-Lena Forster triumphiert in der Abfahrt
Die deutsche Fahnenträgerin Anna-Lena Forster hat bei den Paralympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo einen beeindruckenden Start hingelegt. Gleich am ersten Wettkampftag sicherte sich die Monoskifahrerin in der Abfahrt der sitzenden Klasse die Goldmedaille und bescherte dem deutschen Team damit den ersten Sieg der Spiele.
Spannendes Rennen mit knappem Vorsprung
Im Tofane Alpine Skiing Centre setzte sich die 30-jährige Athletin mit einer Zeit von 1:25,79 Minuten durch. Ihr Vorsprung betrug lediglich fünf Hundertstelsekunden vor der spanischen Weltcup-Konkurrentin Audrey Pascual Seco. Die Chinesin Sitong Liu komplettierte mit einem Rückstand von 5,48 Sekunden das Podest.
Besonders bemerkenswert: Die Abfahrt gilt nicht einmal als Forsters Paradedisziplin. Dennoch demonstrierte sie ihre Klasse und holte ihren ersten Paralympics-Sieg in dieser Disziplin. In Peking hatte sie in derselben Disziplin noch Silber gewonnen.
Ausfälle der Konkurrenz und deutsche Strategie
Das Rennen war von einigen Ausfällen geprägt. Die Weltmeisterin und Mitfavoritin Barbara van Bergen stürzte als erste Starterin und landete im Fangnetz. Sie konnte zwar anschließend langsam in den Zielbereich fahren, war aber aus dem Medaillenkampf. Auch die japanische Peking-Siegerin Momoka Muraoka verzichtete auf einen Start. Die Athletin war erst kürzlich nach einem Schlüsselbeinbruch ins Renngeschehen zurückgekehrt.
Die weiteren deutschen alpinen Athletinnen und Athleten verzichteten bewusst auf einen Einsatz zum Auftakt der Entscheidungen in Cortina. Diese strategische Entscheidung ermöglichte es Forster, sich voll auf ihren Wettkampf zu konzentrieren.
Forster auf dem Weg zur neuen Dominatorin
Für Anna-Lena Forster ist dies bereits der fünfte Paralympics-Triumph bei Winterspielen. Ihr Medaillenkonto steht mittlerweile bei beeindruckenden zehn Medaillen. Damit fehlen ihr nur noch zwei Paralympics-Siege, um mit der früheren Monoski-Dominatorin Anna Schaffelhuber gleichzuziehen.
In Norditalien ist das Aushängeschild des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) noch in vier weiteren Disziplinen am Start: Super-G, Super-Kombination, Riesenslalom und Slalom. Der Slalom gilt dabei als ihre eigentliche Paradedisziplin, was weitere Medaillenchancen erwarten lässt.
Forsters Erfolg markiert einen perfekten Start für das deutsche Team bei den Paralympischen Winterspielen 2026 und setzt ein starkes Signal für die noch folgenden Wettkämpfe. Die Athletin hat damit bewiesen, dass sie zu den absoluten Top-Favoritinnen im alpinen Skisport der sitzenden Klasse gehört.



