Franjo von Allmen: Vom Zimmermann zum dreifachen Olympia-Goldkönig
Franjo von Allmen: Dreifacher Olympia-Goldkönig

Franjo von Allmen schreibt Ski-Geschichte mit drittem Olympia-Gold

Franjo von Allmen, der Schweizer Skirennfahrer aus dem Kanton Bern, hat bei den Olympischen Winterspielen einen historischen Triumph gefeiert. Im Super-G von Bormio sicherte er sich seine dritte Goldmedaille bei diesen Spielen und etablierte sich damit als einer der größten Alpin-Athleten aller Zeiten. Mit dieser Leistung reiht er sich in die Riege der Legenden Toni Sailer und Jean-Claude Killy ein, die ebenfalls dreimal Gold bei einer Olympia-Ausgabe gewannen.

Überwältigung und Bescheidenheit nach dem Sieg

Nach seinem Sieg wirkte der 24-Jährige sichtlich überfordert, nicht mit der anspruchsvollen Piste, sondern mit der Bedeutung seines Erfolgs. "Ich versuche irgendwie zu realisieren, was eigentlich abgeht", stammelte er in einem Interview mit der ARD. "Es fühlt sich an wie ein Traum. Dreimal, absoluter Wahnsinn." Trotz der historischen Dimension betonte von Allmen, dass Skigeschichte für ihn nicht im Vordergrund stehe. "Ich versuche, die Momente hier zu genießen. Was auf Papier steht, ist nebensächlich."

Außergewöhnliche Karriere und persönlicher Hintergrund

Von Allmens Weg zum Olympia-Gold ist alles andere als konventionell. Im Alter von 17 Jahren verlor er plötzlich seinen Vater und konnte seine Ski-Karriere nur dank einer Crowdfunding-Aktion in seinem Heimatdorf fortsetzen. Parallel zum Training absolvierte er eine Lehre als Zimmermann, eine Arbeit, die ihm bis heute "die nötige Bodenhaftung" gibt. Innerhalb von zwölf Monaten gewann er bei Weltmeisterschaften und Olympia insgesamt fünfmal Gold, eine bemerkenswerte Bilanz für einen Athleten, der im Weltcup bislang nur fünf Siege erzielt hat.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Konkurrenz und Zukunftsperspektiven

Im Super-G hatte von Allmen 0,13 Sekunden Vorsprung auf Ryan Cochran-Siegle aus den USA, während sein Landsmann Marco Odermatt mit 0,28 Sekunden Rückstand Dritter wurde. Odermatt, der als bester Skirennfahrer der Gegenwart gilt, bleibt nun nur noch der Riesenslalom, um nach drei Enttäuschungen Gold zu holen, da von Allmen in dieser Disziplin nicht antritt. Der Schweizer Olympia-König sieht sich gemeinsam mit dem Italiener Giovanni Franzoni, Silbermedaillengewinner in der Abfahrt, als künftiger Dominator der Speed-Events.

Lebensstil und Markenzeichen

Abseits der Piste ist von Allmen für seinen unkonventionellen Lebensstil bekannt. In seiner Stamm-Après-Ski-Bar kreierte er 2022 einen eigenen Likör namens "Franatiker", einen neonblauen Drink mit Passionsfrucht-Vanille-Zitronen-Geschmack. Dieser Name spiegelt auch die Bezeichnung seiner Fans wider, die ihn als passionierten Motorradfahrer und -schrauber schätzen. Trotz seiner Feierlaune bleibt er bodenständig, wie seine Ablehnung eines Erinnerungstattoos zeigt: "Auf einen Ferrari klebt man ja auch keinen Kleber."

Was die Zukunft betrifft, ist von Allmen optimistisch, aber bescheiden. "Ich bin gespannt, was auf mich zukommt", sagte er und versprach, "Ich bleibe mir treu." Mit dieser Einstellung und seinen außergewöhnlichen Leistungen hat sich Franjo von Allmen nicht nur in die Ski-Geschichte eingeschrieben, sondern auch die Herzen der Sportfans erobert.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration