Im kommenden Winter wird es für die Skispringerinnen einen historischen Moment geben: Erstmals erhalten sie eine eigene Vierschanzentournee. Die Skisprungkommission des Weltverbands FIS bestätigte dies nun offiziell bei einem Treffen im slowenischen Portoroz. Bereits in der vergangenen Saison waren die Grundlagen für dieses Novum gelegt worden, das in der seit 1953 ausgetragenen Veranstaltung eine Premiere darstellt.
Ein längst überfälliger Schritt
Die ehemalige DSV-Skispringerin Katharina Schmid zeigte sich in einer Mitteilung erfreut und sprach von einem „längst überfälligen Schritt“. Auch FIS-Präsident Johan Eliasch würdigte die Entscheidung als „wahren Meilenstein in der Geschichte des Skispringens und des Wintersports insgesamt“. Die Wettbewerbe der Frauen sollen jeweils einen Tag vor den Springen der Männer stattfinden. Die Vierschanzentournee rund um den Jahreswechsel umfasst die deutschen Schanzen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sowie die österreichischen in Innsbruck und Bischofshofen.
Flutlicht ebnet Weg für Premiere
Ermöglicht wird die Anpassung durch den Bau einer Flutlichtanlage an der Bergisel-Schanze in Innsbruck, der bereits im Januar beschlossen wurde. Ohne künstliches Licht wären Männer- und Frauen-Wettbewerbe in kurzer Zeit kaum zu bewältigen. Die Tournee findet im kommenden Winter zum 75. Mal statt. Die Premiere der Frauen beginnt am 28. Dezember in Oberstdorf und endet am 5. Januar in Bischofshofen. Bislang traten die Frauen in den vergangenen drei Saisons bei der sogenannten Two Nights Tour an, die lediglich die beiden deutschen Tournee-Stopps umfasste. Mit der Einführung der eigenen Vierschanzentournee wird das Skispringen der Frauen nun auf eine neue Stufe gehoben.



