Geigers Einbruch: Deutsche Kombinierer verpassen Olympia-Medaille in Italien
Geiger bricht ein: Kombinierer verpassen Olympia-Medaille

Enttäuschung für deutsche Kombinierer bei Olympia in Italien

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben bei den Olympischen Winterspielen in Italien eine Medaille verpasst. Der aussichtsreich gestartete Vinzenz Geiger, Olympiasieger von 2022, brach bei sehr schwierigen Bedingungen auf der Skilanglaufstrecke komplett ein und lief nur als Zehnter ins Ziel. Johannes Rydzek wurde als bester Deutscher Achter, während Julian Schmid Rang 14 belegte.

Geiger analysiert seine schwache Leistung

„Ich habe mich einfach nicht gut gefühlt heute – das ganze Rennen schon nicht“, sagte Geiger im Interview mit der ARD. Der 28-Jährige räumte ein: „Wenn man Olympiasieger werden will oder eine Medaille holen will, dann muss man schon in Topform sein. Und das war ich heute nicht.“ Trotz der Enttäuschung blickt Geiger nach vorn: „Aber ich habe noch mal zwei Chancen. Da habe ich jetzt ein paar Tage Luft, um zu trainieren. Und da greife ich dann wieder an.“ Die Kombinierer messen sich noch im Großschanzen-Einzel und im Teamsprint.

Norweger Oftebro krönt sich zum Olympiasieger

Zum Olympiasieger krönte sich nach einem Sprung von der Normalschanze und dem entscheidenden Langlaufrennen über zehn Kilometer der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber sicherte sich Johannes Lamparter aus Österreich. Bronze ging überraschend an den Finnen Eero Hirvonen. Oftebro meisterte die anspruchsvollen Bedingungen auf der Strecke in Tesero am besten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Prominente Beobachter und Zukunft der Disziplin

Das Rennen fand unter prominenter Beobachtung statt. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry verfolgte das Geschehen, sprach jedoch nach dem Rennen nicht mit Geiger. Die Nordische Kombination steht derzeit unter besonderer Beobachtung des Internationalen Olympischen Komitees. Als einzige Sportart bei den Winterspielen findet die Kombination ohne Frauen statt. Es ist noch offen, ob für die nächste Ausgabe des Großereignisses Athletinnen aufgenommen werden oder ob die Disziplin sogar ganz aus dem Programm genommen wird.

Geiger zeigte sich dennoch überzeugt von seiner Sportart: „Wir haben einfach den geilsten Sport der Welt. So ist es einfach“, sagte er nach dem Skispringen in Predazzo. Ungewöhnlich viele Zuschauer waren vor Ort, um die Sprünge zu verfolgen. Auf der Laufstrecke lieferten die besten Kombinierer der Welt ein packendes Rennen, obwohl die Tribünen in Tesero nur spärlich besetzt waren. Einige Zuschauerinnen demonstrierten mit Schildern für Gleichberechtigung in dem Sport.

Geiger hatte sich beim Skispringen noch in eine gute Ausgangsposition gebracht, als Achter ins Rennen gestartet. Rydzek und Schmid schienen im Kampf um das Podest ebenfalls nicht chancenlos, doch die Hoffnungen erfüllten sich nicht. Die schwierigen Bedingungen auf der Strecke machten vielen Athleten zu schaffen und führten zu unerwarteten Ergebnissen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration