Biathlet Tommaso Giacomel: Herz-Eingriff nach Olympia-Zusammenbruch beendet Saison
Giacomel: Herz-Eingriff nach Olympia-Zusammenbruch

Italiens Biathlon-Star nach Olympia-Zusammenbruch am Herzen behandelt

Der italienische Biathlet Tommaso Giacomel hat nach seinem dramatischen Zusammenbruch beim olympischen Massenstartrennen einen erfolgreichen Eingriff am Herzen hinter sich gebracht. Wie der italienische Wintersportverband Fisi mitteilte, wurde bei dem 25-jährigen Spitzensportler eine minimalinvasive Ablation durchgeführt, nachdem bei Untersuchungen eine Anomalie der elektrischen Leitfähigkeit in den Herzvorhöfen festgestellt worden war.

Dramatischer Rennabbruch in Antholz

Beim Massenstart-Rennen der Olympischen Winterspiele in Antholz gehörte Giacomel zunächst zur Spitzengruppe, musste das Rennen jedoch überraschend in der dritten Runde aufgeben. "Gleich nach dem zweiten Schießen hörte mein Körper irgendwie auf, richtig zu arbeiten", beschrieb der Athlet die beängstigenden Momente. "Ich hatte wirklich Schwierigkeiten, zu atmen und mich zu bewegen – das schlimmste Gefühl, das ich bisher in meinem Leben erlebt habe."

Nach dem Rennabbruch blieb der Italiener erschöpft am Streckenrand im Schnee sitzen und wurde umgehend medizinisch versorgt. In den folgenden Tagen durchlief er umfangreiche Untersuchungen in einer Mailänder Klinik, darunter:

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  • Computertomografie
  • Magnetresonanztomografie
  • Belastungstests
  • Elektrophysiologische Untersuchung

Erfolgreicher Eingriff und Saisonende

Die Ablation, ein kathetergestützter Eingriff zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, verlief laut Verbandsangaben vollkommen erfolgreich. Giacomel konnte bereits am Donnerstag aus dem Krankenhaus entlassen werden und wird in zwei Wochen eine Kontrolluntersuchung absolvieren. Anschließend kann der Athlet mit dem normalen Training beginnen.

"Meine Saison ist vorbei. Enttäuscht", kommentierte der Weltcup-Zweite die Entwicklung auf Instagram. Damit verpasst er die noch ausstehenden Wettbewerbe:

  1. Weltcup in Kontiolahti, Finnland (5. bis 8. März)
  2. Weltcup in Otepää, Estland (12. bis 15. März)
  3. Saisonfinale am Holmenkollen in Oslo (19. bis 22. März)

Medaillenträume und Zukunftsperspektiven

Nachdem Giacomel zu Beginn der Olympischen Spiele mit der italienischen Mixed-Staffel noch Silber gewonnen hatte, wollte der Lokalmatador in Südtirol auch in den Einzelrennen um Medaillen kämpfen. Diese Hoffnungen zerschlugen sich durch die gesundheitlichen Probleme.

Dennoch blickt der 25-Jährige bereits nach vorn: "Vier Jahre verfliegen schnell, und ich versuche es wieder in Frankreich", kündigte er an und bezog sich damit auf die nächsten Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen. Die erfolgreiche Behandlung gibt Anlass zur Hoffnung, dass der italienische Biathlon-Star seine Karriere fortsetzen und bei zukünftigen Großereignissen wieder um Spitzenplätze kämpfen kann.

Der Vorfall unterstreicht einmal mehr die extremen physischen Belastungen, denen Spitzensportler im Biathlon ausgesetzt sind, wo Ausdauerleistungen im Skilanglauf mit der Präzision des Schießens kombiniert werden müssen.

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