Deutsches Paarlauf-Duo feiert Olympia-Bronze mit ungewisser Zukunft
Das deutsche Eiskunstlauf-Duo Minerva Hase und Nikita Volodin hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien mit dem dritten Platz einen historischen Erfolg erzielt. Doch während die Freude über die Bronzemedaille groß ist, bleibt die Frage nach der weiteren sportlichen Zukunft des Paares vorerst unbeantwortet.
„Kein Kommentar“ zur Zukunft bis 2030
Bei der Pressekonferenz nach dem Wettbewerb zeigte sich Minerva Hase ausweichend, als es um die Perspektive bis zu den nächsten Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen ging. „Kein Kommentar dazu“, antwortete die 26-Jährige mit einem Lachen auf die direkte Frage nach einer möglichen Fortsetzung der gemeinsamen Karriere.
Im Anschluss konkretisierte Hase die nächsten Schatte: „Wir werden die Saison beenden, werden ein bisschen den Sommer genießen, ein bisschen freimachen. Ich habe einen Bundeswehr-Lehrgang. Und dann schauen wir, wie es weitergeht, wie lang, in welchem Rahmen.“ Diese Aussage unterstreicht die bewusste Offenheit, mit der das Duo seine sportliche Laufbahn plant.
Erfüllte Medaillen-Mission mit Höhen und Tiefen
Der Weg zur Bronzemedaille gestaltete sich für Hase und Volodin als emotionaler Wechsel zwischen Triumph und Enttäuschung. Nach einem überragenden Kurzprogramm, das sie auf den ersten Platz führte, rutschten die beiden 26-Jährigen in der Kür nach mehreren Patzern auf den dritten Rang ab. Damit mussten sie sich den Olympiasiegern Riku Miura und Ryuichi Kihara aus Japan sowie den zweitplatzierten Georgiern Anastasia Metelkina und Luka Berulawa geschlagen geben.
Dennoch überwog die Erleichterung. „Wir sind einfach sehr erleichtert, dass es jetzt gereicht hat für eine Bronzemedaille. Es ist egal, welche Farbe die hat. Wir sind einfach sehr stolz, dass wir eine Medaille mit nach Hause nehmen dürfen bei unseren ersten gemeinsamen Olympischen Spielen“, betonte Minerva Hase. Diese Bronzemedaille markiert den größten Erfolg in der bisherigen Karriere des Paares.
Letzter olympischer Auftritt beim Schaulaufen
Für die unmittelbare Zukunft steht noch ein letzter gemeinsamer Auftritt auf dem olympischen Eis an: Beim Schaulaufen am Samstag werden Hase und Volodin ein letztes Mal vor dem italienischen Publikum ihre Kunst präsentieren. Dieser Auftritt könnte symbolisch für den vorläufigen Abschluss einer erfolgreichen gemeinsamen Phase stehen, während die langfristige Planung noch im Ungewissen liegt.
Die Entscheidung über die Fortsetzung der sportlichen Partnerschaft wird damit bewusst in die Zukunft verschoben. Beide Athleten wollen zunächst die aktuelle Saison abschließen und private sowie berufliche Verpflichtungen wahrnehmen, bevor weitere Karriereentscheidungen getroffen werden.



