ISU schaltet sich ein: Umstrittene Gold-Entscheidung im Eistanz sorgt weiter für Diskussionen
ISU zu Gold-Entscheidung: Eistanz-Wirbel geht weiter

ISU reagiert auf umstrittene Gold-Entscheidung im Eistanz

Der Streit um die Gold-Medaille im Eistanz bei den Wettkämpfen in Cortina d'Ampezzo geht in die nächste Runde. Nach massiver Kritik an der umstrittenen Wertung hat sich nun der Eislauf-Weltverband ISU zu den Vorwürfen geäußert. Das französische Duo Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron hatte dabei die US-Favoriten Madison Chock und Evan Bates knapp geschlagen.

Verband verteidigt Wertungssystem

Ein ISU-Sprecher erklärte gegenüber der US-Nachrichtenagentur AP: „Es ist normal, dass es innerhalb eines Juror-Panels unterschiedliche Wertungen gibt, und es existieren verschiedene Mechanismen, um diese Abweichungen zu mildern.“ Der Verband betonte damit, dass unterschiedliche Noten kein Skandal seien, sondern zum System gehörten. Gleichzeitig unterstrich die ISU ihr „vollstes Vertrauen in die vergebenen Punktzahlen“ und die „vollständige Verpflichtung zu Fairness“.

Auffällige Abweichungen einer Jurorin

Hintergrund der Kontroverse sind die Wertungen der französischen Jurorin Jézabel Dabouis, die deutlich vom Durchschnitt der übrigen Wertungsrichter abwichen. Laut einer detaillierten Analyse bewertete sie das französische Paar um 6,45 Punkte höher als der Mittelwert der anderen Jurymitglieder. Gleichzeitig stufte sie das US-Duo Chock und Bates um 7,19 Punkte niedriger ein als der Durchschnitt.

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Rechnerisch ergibt sich daraus ein Unterschied von 13,64 Punkten zugunsten des französischen Paares – ein statistisch außergewöhnlich hoher Wert. Über mehrere Wettbewerbe hinweg habe Dabouis französische Athleten tendenziell besser bewertet, während deren Konkurrenten vergleichsweise schlechter abgeschnitten hätten.

Silber-Gewinner fordern mehr Transparenz

Madison Chock äußerte sich nach dem Finale bei CBS kritisch: „Es wäre wirklich hilfreich, wenn die Wertung für Zuschauer transparenter wäre – damit jeder versteht, was wirklich passiert.“ Die US-Athleten fühlen sich durch die umstrittene Entscheidung möglicherweise benachteiligt.

Der Wirbel um die Gold-Entscheidung ist trotz der Stellungnahme des Weltverbandes noch nicht beendet. Die Diskussionen über die Objektivität des Wertungssystems und mögliche Reformen werden voraussichtlich weiter anhalten. Die ISU betont zwar das Funktionieren ihrer Kontrollmechanismen, doch viele Beobachter fordern eine grundlegende Überprüfung der Bewertungsverfahren.

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