Lou Jeanmonnot holt sich den Biathlon-Gesamtweltcup in Oslo
Die französische Biathletin Lou Jeanmonnot hat beim Saisonfinale in Norwegens Hauptstadt Oslo einen historischen Erfolg gefeiert. Die 27-Jährige sicherte sich durch einen sechsten Platz im Sprintrennen erstmals in ihrer Karriere die große Kristallkugel des Gesamtweltcups. Damit folgt sie als Gesamtweltcupsiegerin auf die deutsche Biathletin Franziska Preuß, die den Titel im vergangenen Winter in einem dramatischen Herzschlagfinale am Holmenkollen noch knapp vor Jeanmonnot gewonnen hatte.
Früher Triumph vor Saisonende
Jeanmonnots Triumph in der Gesamtwertung kam mit großem Vorsprung bereits vor den letzten beiden Saisonrennen am Samstag und Sonntag am Holmenkollen zustande. Die Doppel-Olympiasiegerin, die nach ihren Olympia-Goldmedaillen nun auch den Gesamtweltcup gewinnt, demonstrierte damit ihre überragende Saisonleistung. Im Gegensatz dazu konnte die 32-jährige Franziska Preuß in ihrem letzten Karrierewinter nicht mehr an die Spitze der Gesamtwertung herankommen. Die Ruhpoldingerin hatte bereits nach den Winterspielen im Februar in Antholz ihren Rücktritt vom aktiven Biathlonsport erklärt.
Spannendes Rennen mit Schießfehlern
Im entscheidenden Sprintrennen in Oslo leistete sich Jeanmonnot einen Schießfehler, was ihr im Ziel einen Rückstand von 52,0 Sekunden auf die Siegerin Hanna Öberg aus Schweden einbrachte. Die Schwedin sowie die Italienerin Lisa Vittozzi auf Platz zwei und Elvira Öberg auf Rang drei blieben dagegen fehlerfrei am Schießstand. Als beste Deutsche schnitt Vanessa Voigt aus Thüringen ab, die nach 7,5 Kilometern und einer Strafrunde jedoch die Top 15 verpasste.
Jeanmonnots Erfolg markiert einen bedeutenden Moment in der Biathlon-Geschichte, da sie nicht nur als Nachfolgerin von Franziska Preuß auftritt, sondern auch ihre Dominanz in einer herausragenden Saison unter Beweis stellt. Die französische Athletin hat damit gezeigt, dass sie zu den weltbesten Skijägerinnen gehört und ihre Olympia-Erfolge nun mit dem Gesamtweltcup-Titel krönt.



