Nordische Kombination: Johannes Rydzek beendet nach fünf Olympischen Spielen seine Karriere
Johannes Rydzek beendet Karriere als Nordischer Kombinierer

Nordische Kombination: Johannes Rydzek beendet nach fünf Olympischen Spielen seine Karriere

Nach einer beeindruckenden und langjährigen Karriere im Leistungssport zieht sich Johannes Rydzek aus der Nordischen Kombination zurück. Der 34-jährige Oberstdorfer gab bekannt, dass der Saisonabschluss an diesem Sonntag in Oslo sein letzter Weltcup-Wettkampf sein wird. „Es ist Zeit, Lebewohl zu sagen! Es fühlt sich der Moment richtig an, ich bin voll mit mir im Reinen“, erklärte der zweifache Olympiasieger emotional.

Eine außergewöhnliche sportliche Laufbahn

Johannes Rydzek kann auf eine bemerkenswerte Karriere zurückblicken, die ihn zu fünf Olympischen Winterspielen führte. Seine Erfolgsbilanz ist beeindruckend:

  • Vier Olympiamedaillen, darunter Gold im Einzel von der Großschanze 2018
  • Sieben Weltmeistertitel bei Nordischen Skiweltmeisterschaften
  • 18 Einzelsiege im Weltcup der Nordischen Kombination
  • Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien

Der Athlete war mehr als die Hälfte seines Lebens im Weltcup unterwegs und prägte die Nordische Kombination über viele Jahre hinweg. „Im Gepäck nach Norwegen sind ganz viele Emotionen, auch Wehmut ist mit dabei“, gestand Rydzek im Vorfeld seines letzten Wettkampfes.

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Bundestrainer Eric Frenzel würdigt den Ausnahmeathleten

Bundestrainer Eric Frenzel, der selbst als aktiver Sportler gemeinsam mit Rydzek auf Medaillenjagd ging, zeigte sich bewegt von der Entscheidung seines ehemaligen Teamkollegen. „Das war ein Wermutstropfen, dass Johannes seine Karriere jetzt beendet“, erklärte der 37-Jährige.

Frenzel hob besonders die außergewöhnliche Konstanz und Leistungsfähigkeit Rydzeks hervor: „Über so viele Jahre auf einem so hohen Leistungsniveau performen zu können, immer wieder parat zu sein bei Großereignissen - das ist nicht einfach, das war großartig.“

Höhen und Tiefen einer langen Karriere

Neben den zahlreichen Erfolgen durchlebte Johannes Rydzek auch bittere sportliche Momente. Bei den Olympischen Winterspielen in China führte er lange im Wettbewerb vor der Normalschanze, wurde aber wenige hundert Meter vor dem Ziel noch überspurtet und verpasste einen Podestplatz. Vor drei Wochen lag er im Teamsprint mit Vinzenz Geiger nach dem Skispringen auf Goldkurs, am Ende wurde es jedoch nur Platz fünf.

Trotz dieser Rückschläge bleibt Rydzek dem Sport verbunden: „Ich möchte der Kombination in irgendeiner Form erhalten bleiben“, kündigte der 34-Jährige an. Seine Pläne für die Zukunft bleiben vorerst noch offen, doch eines ist sicher: Die Nordische Kombination verliert einen ihrer prägendsten und erfolgreichsten Athleten der letzten Jahre.

Der Abschied von der aktiven Karriere markiert das Ende einer Ära im deutschen Wintersport. Rydzeks Beitrag zur Nordischen Kombination wird sowohl von Fans als auch von Fachleuten gleichermaßen gewürdigt und in Erinnerung bleiben.

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