Olympia-Protest: Ski-Freestyler Gus Kenworthy verteidigt Kritik an US-Einwanderungspolitik
Kenworthy verteidigt Protest gegen US-Einwanderungspolitik

Olympia-Protest: Ski-Freestyler Gus Kenworthy verteidigt Kritik an US-Einwanderungspolitik

Der britisch-amerikanische Ski-Freestyler Gus Kenworthy will sich nach seinem aufsehenerregenden Protest gegen die Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten weiterhin nicht den Mund verbieten lassen. "Ich stehe auf der richtigen Seite", betonte der Olympia-Zweite im Slopestyle von 2014 nach dem Halfpipe-Finale der Winterspiele von Mailand, das er auf Platz sechs beendet hatte.

Provokativer Instagram-Post löst Kontroverse aus

Der 34-jährige Athlet, Sohn einer Britin und eines US-Amerikaners, der zwar in England geboren wurde, aber seit seinem dritten Lebensjahr in den USA lebt, hatte ein Foto des Slogans "Fuck ICE" gepostet, der offensichtlich in den Schnee gepinkelt worden war. Damit richtete sich sein Angriff direkt gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE. Es sei im Netz recht unruhig geworden nach diesem Instagram-Post, berichtete Kenworthy im Anschluss an den Wettkampf.

All seinen Followern stellte er überdies eine Textvorlage zur Verfügung, mit der US-Bürger sich direkt an Senatorinnen oder Senatoren ihres Bundesstaates wenden können, um gegen die weitere Finanzierung der Behörde zu protestieren. "Unschuldige Menschen wurden ermordet, und es reicht", heißt es in dieser Vorlage deutlich.

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Drohungen in Sozialen Medien können Kenworthy nicht einschüchtern

Für seinen mutigen Schritt sei er in den Sozialen Medien bedroht worden, gab der Ski-Freestyler zu. "Aber das ist nur eine sehr laute Minderheit", und diese sei ihm "egal". Er stehe zu seinem Post und zu seinen Worten, "mir kann niemand etwas anhaben". Kenworthy erinnerte daran, "dass es unser verfassungsmäßiges Recht als Amerikaner ist, unsere Meinung zu äußern und die Wahrheit auszusprechen, auch gegenüber den Mächtigen".

Was er gesagt habe, sei keineswegs "kontrovers", ergänzte er entschieden: "Ich finde, was da gerade abgeht, ist total beschissen - und ich habe das Gefühl, dass ich mich dazu äußern und meine Reichweite nutzen muss, gerade jetzt, wo ich so viele Zuschauer habe." Der Athlet nutzt damit seine prominente Plattform, um auf ein politisch brisantes Thema aufmerksam zu machen.

Der Ski-Freestyler fühlt sich nach seinem aufsehenerregenden Protest im Recht und zeigt sich unbeeindruckt von möglichen Konsequenzen. Seine klare Haltung unterstreicht die wachsende Bereitschaft von Sportlern, sich auch außerhalb des Wettkampfes zu gesellschaftspolitischen Fragen zu positionieren.

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