Biathlet Laegreid bereut Zeitpunkt für Fremdgeh-Geständnis nach Olympia-Rennen
Der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid hat öffentlich Reue für den Zeitpunkt seines Geständnisses eines Seitensprungs geäußert, das er unmittelbar nach dem Einzel-Rennen bei den Olympischen Winterspielen abgab. "Ich war ein bisschen in meiner eigenen Welt", erklärte der 28-Jährige bereits wenige Stunden nach den pikanten Aussagen, die in Antholz für großes Aufsehen sorgten. In einer Pressekonferenz musste er sich zudem Fragen zu diesem Thema stellen und räumte ein: "Ja, das verstehe ich sehr gut, und ich sehe es jetzt selbst im Nachhinein".
Emotionaler Ausbruch nach Bronzemedaille
Nach dem Gewinn der Bronzemedaille im 20-Kilometer-Rennen machte Laegreid vor einer Fernsehkamera öffentlich, dass er seine Freundin betrogen hat. Er gab an, seiner Partnerin, die er erst vor sechs Monaten kennengelernt hatte, vor drei Monaten untreu gewesen zu sein. "Ich habe es ihr vor einer Woche gestanden. Es war die schlimmste Woche meines Lebens", sagte er. Die betrogene Frau beschrieb er als die "Liebe meines Lebens" und den "schönsten und nettesten Menschen der Welt". Sein Ziel sei es, sie mit seiner Offenheit zurückzugewinnen, da sich das Paar mittlerweile getrennt habe.
Kritik von Landsleuten und Auswirkungen auf das Team
Das Geständnis dominierte die Berichterstattung nach dem Rennen, sodass der Olympiasieg seines Landsmanns Johan-Olav Botn fast in den Hintergrund trat. Laegreid äußerte Bedauern: "Ich kann nur sagen, dass ich hoffe, dass ich Johan nicht den Tag verdorben habe. Es ist Johans Tag, und es war etwas schade, dass ich so viel Aufmerksamkeit bekommen habe". Kritik kam auch von Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö, der sagte: "Er hat falsch gehandelt. Wir haben einen reumütigen Jungen dort stehen sehen, aber leider sind sowohl Ort als auch Zeitpunkt völlig falsch".
Norwegens Langlauflegende Petter Northug kritisierte Laegreid scharf und verglich die Situation mit einer Reality-Dating-Show. Er betonte, Botn habe zum wichtigsten Zeitpunkt abgeliefert und seinen verstorbenen Freund geehrt, während Laegreid sich auf private Angelegenheiten konzentrierte. Northug fügte hinzu: "Es gibt so viele Gelegenheiten, so etwas anzusprechen – aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Das war auf so viele Arten falsch, es ist fast schon ein wenig traurig".
Verständnis und Einordnung des Verhaltens
Trotz der Kritik versuchte Bö, Laegreids Verhalten einzuordnen. Er erklärte: "Bei Sturla sind die Gefühle offen zu sehen. Er kann sie nicht verbergen. Ich glaube, die Gefühle sind einfach aus ihm herausgebrochen". Dies zeigt, dass es auch Verständnis für die emotionale Lage des Athleten gibt, obwohl der Zeitpunkt des Geständnisses allgemein als unangemessen angesehen wird.



