Olympia-Hingucker: Langlauf-Star startet bauchfrei bei sommerlichen Temperaturen
Langlauf-Star startet bauchfrei bei Olympia

Sommerliche Temperaturen bei Olympia: Langläufer startet bauchfrei

Bei den Olympischen Winterspielen in Tesero, Italien, herrschen derzeit ungewöhnlich warme Bedingungen. Mit sieben Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein fühlen sich die Wettkämpfe eher wie Sommerspiele an. Diese besonderen Wetterverhältnisse haben direkte Auswirkungen auf die Bekleidungswahl der Athleten.

Andrew Musgrave setzt auf Minimalismus

Der britische Langläufer Andrew Musgrave (35) sorgte am Freitag beim 10-Kilometer-Rennen für Aufsehen. Statt des üblichen Ganzkörper-Rennanzugs trat er lediglich mit Laufhose und dem knappen Leibchen seiner Startnummer an, das seinen Oberkörper nur teilweise bedeckte. „Es ist aktuell einfach so heiß, ich hatte das Gefühl, ich bin im Strandurlaub“, erklärte Musgrave im Anschluss. „Vor dem Start hatte ich Sorgen, dass ich im Rennen überhitze. Ich habe deshalb so wenig Kleidung wie möglich angezogen und mich vorher noch mit Schnee abgekühlt.“

Erfolgreiche Strategie trotz fehlender Medaille

Die unkonventionelle Bekleidungswahl schien sich auszuzahlen. Hinter dem norwegischen Langlauf-König Johannes Hoesflot Klaebo (29), der sein drittes Gold bei diesen Spielen und seinen insgesamt achten Olympiasieg errang, belegte Musgrave den sechsten Platz. Zwar verpasste er damit eine Medaille, schuf aber bleibende Erinnerungen. „Das werden großartige Instagram-Fotos“, kommentierte der Brite lachend seinen Auftritt.

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Allerdings verzichtete Musgrave auf eine noch extremere Variante: Die kurze Hose, wie sie tags zuvor die finnische Langläuferin Krista Parmakoski (35) im Frauenrennen trug, kam für ihn nicht in Frage. „Das ist etwas unbequem, da der Schnee so stark spritzt, dass man dann teilweise Eis in den Schuhen hat“, begründete der Ski-Star seine Entscheidung.

Deutsche Athleten mit Sonnenbrand-Bedenken

Nicht alle Konkurrenten folgten dem Sommerlook des Briten. Der deutsche Langläufer Janosch Brugger (28), der als schwächster Deutscher auf Platz 44 landete, erklärte seine konservative Bekleidungswahl mit Sonnenbrand-Bedenken: „Ich werde da immer gleich feuerrot. Auf Sonnenbrand habe ich keine Lust gehabt. Von dem her gab es nur lang, lang als Option“.

Seine Teamkollegen Florian Notz (33) und Friedrich Moch (25) enttäuschten auf den Plätzen 22 und 37. Ob Sonnencreme und kürzere Bekleidung bei der anstehenden Staffel am Sonntag über 4x7,5 Kilometer helfen würden, erscheint angesichts der aktuellen Form der DSV-Athleten mehr als fraglich.

Klimatische Herausforderungen bei Winterspielen

Die ungewöhnlich warmen Temperaturen bei den Olympischen Winterspielen stellen Athleten und Organisatoren vor besondere Herausforderungen. Während einige Sportler wie Andrew Musgrave auf angepasste Bekleidung setzen, bevorzugen andere wie Janosch Brugger den Schutz vor Sonneneinstrahlung. Die Diskussion um optimale Wettkampfbedingungen bei sich verändernden klimatischen Verhältnissen gewinnt damit zusätzliche Relevanz.

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