Schweres Lawinenunglück in kalifornischem Skigebiet
Im US-Bundesstaat Kalifornien hat sich ein dramatisches Lawinenunglück ereignet. Nach einem massiven Schneeabgang im Skigebiet Castle Peak werden aktuell zehn Skifahrer vermisst gemeldet. Das örtliche Nevada County Sheriff's Office bestätigte, dass sechs weitere Personen den Vorfall überlebt haben und sich noch am Ort des Geschehens befinden, wo sie auf ihre Rettung warten.
Rettungsaktion unter extremen Bedingungen
Die betroffene Gruppe setzte sich aus vier erfahrenen Skiführern und zwölf Gästen zusammen. Mehr als fünfzig Rettungskräfte waren bis zum späten Nachmittag Ortszeit im Einsatz, um die Vermissten zu lokalisieren und die Überlebenden zu bergen. Captain Russell Greene vom Sheriff's Office erklärte in einem Interview mit dem regionalen Fernsehsender KCRA 3, dass die Einsatzkräfte über den Tourenanbieter und Notfall-Signalgeräte alarmiert worden seien.
„Der Rettungseinsatz gestaltet sich äußerst schwierig und zeitaufwendig“, betonte Greene. „Aufgrund der weiterhin sehr hohen Lawinengefahr müssen unsere Teams mit äußerster Vorsicht vorgehen.“ Bis zum Abend hatten die Rettungskräfte den genauen Punkt des Lawinenabgangs noch nicht erreichen können.
Extreme Wetterverhältnisse behindern die Suche
Die Behörden warnten eindringlich vor Ausflügen in die betroffene Region. „Die Wetterbedingungen bleiben extrem gefährlich“, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme, die auf eine bis Mittwoch geltende Lawinenwarnung verwies. Nach Angaben der Skigebietsbetreiber waren in den vergangenen 24 Stunden allein knapp 80 Zentimeter Neuschnee gefallen, was die Lawinengefahr erheblich erhöhte.
Das Unglück ereignete sich am Castle Peak, der im Nationalwald Tahoe an der Grenze zum Bundesstaat Nevada liegt. Dieses beliebte Skigebiet befindet sich zwischen der kalifornischen Hauptstadt Sacramento und der Stadt Reno. Die Schneemassen haben die Rettungsarbeiten deutlich verlangsamt, da die Einsatzkräfte jede Bewegung sorgfältig abwägen müssen, um keine weiteren Lawinen auszulösen.
Die Suche nach den zehn vermissten Skifahrern geht unter Hochdruck weiter, während die sechs Überlebenden am Lawinenhang ausharren. Die genauen Umstände des Unglücks werden derzeit untersucht, wobei die extremen Schneefälle der letzten Tage als wesentlicher Faktor gelten. Die örtlichen Behörden appellieren an alle Wintersportler, die aktuellen Warnungen ernst zu nehmen und gefährdete Gebiete zu meiden.



