Lawinen-Drama in Kalifornien: Zehn Skifahrer nach Schneemassen vermisst
Ein tragisches Wintersport-Drama entfaltet sich im US-Bundesstaat Kalifornien. Nach einem massiven Lawinenabgang im beliebten Skigebiet Castle Peak werden aktuell zehn Skifahrer vermisst. Die Rettungskräfte warnen eindringlich vor weiteren Ausflügen in die Region, da die Lage weiterhin als lebensgefährlich eingestuft wird.
Schneemassen erfassen Skitour-Gruppe
Laut dem Sheriff-Büro von Nevada County wurden insgesamt 16 Wintersportler von den plötzlich abgegangenen Schneemassen erfasst. Unter den Betroffenen befanden sich vier erfahrene Skiführer und zwölf Gäste. Sechs Personen haben das Unglück glücklicherweise unbeschadet überstanden. Sie harren noch immer am Ort des Geschehens aus und warten auf ihre Evakuierung durch die Rettungsteams.
Seit dem Nachmittag Ortszeit sind rund 50 Einsatzkräfte im Einsatz, um die Vermissten zu lokalisieren und zu bergen. Doch die Helfer kommen nur äußerst langsam voran. „Es wird ein langsamer und mühsamer Prozess“, erklärte Captain Russell Greene gegenüber dem Fernsehsender „KCRA 3“. Der Grund für die Verzögerungen ist die weiterhin extrem hohe Lawinengefahr. Die Retter müssen sich mit äußerster Vorsicht durch das unwegsame Gelände vorarbeiten.
Gefährliche Backcountry-Tour in der Sierra Nevada
Die Skifahrer waren auf einer geführten mehrtägigen Skitour im freien Gelände, einer sogenannten Backcountry-Tour, unterwegs. Die Gruppe des Anbieters „Blackbird Mountain Guides“ hatte seit dem 15. Februar in den abgelegenen Frog-Lake-Hütten in der Nähe von Castle Peak übernachtet. Diese Region in der majestätischen Sierra Nevada ist ausschließlich auf Skiern oder mit Schneeschuhen erreichbar, was die Rettungsarbeiten zusätzlich erschwert.
Die Lawine löste sich am Dienstagmorgen, als sich die Gruppe bereits am dritten Tag ihres Abenteuers befand und sich auf dem Rückweg zum ursprünglichen Ausgangspunkt befand. Dies berichtet das „Reno Gazette Journal“. Durch die Notfall-Signalgeräte der Skifahrer sowie den Tourenanbieter wurden die Rettungsdienste umgehend über den kritischen Vorfall alarmiert.
Extreme Wetterbedingungen verschärfen die Lage
Die ohnehin schon prekäre Situation wird durch die aktuellen Wetterverhältnisse zusätzlich verschärft. In den vergangenen 24 Stunden sind im betroffenen Gebiet enorme Schneemengen von rund 80 Zentimetern Neuschnee gefallen. Eine offizielle Lawinenwarnung gilt noch mindestens bis Mittwoch Ortszeit. Die Behörden mahnen daher eindringlich und wiederholt vor jeglichen Ausflügen in die Region ab. Die Bedingungen werden von den Experten als „extrem gefährlich“ eingestuft.
Castle Peak liegt im malerischen Nationalwald Tahoe direkt an der Grenze zum Bundesstaat Nevada, zwischen den Städten Sacramento und Reno. Das Gebiet ist ein äußerst beliebtes Ziel für passionierte Wintersportler und Abenteurer. Der aktuelle Einsatz unterstreicht die unberechenbaren Risiken, die mit Aktivitäten im freien Skigelände verbunden sein können.



