Olympia-Drama für Lena Dürr: Slalom-Aus am ersten Tor zerstört Medaillentraum
Lena Dürr: Slalom-Aus am ersten Tor zerstört Olympia-Traum

Olympia-Drama für Lena Dürr: Slalom-Aus am ersten Tor zerstört Medaillentraum

Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo erlebte die deutsche Skirennfahrerin Lena Dürr ein schmerzhaftes Déjà-vu. Nachdem sie vor vier Jahren in Peking eine mögliche Medaille im Slalom verpasst hatte, wiederholte sich das Drama in den Dolomiten auf tragische Weise. Als Zweitplatzierte nach dem ersten Lauf ging Dürr mit großen Hoffnungen in den entscheidenden Durchgang, doch bereits am ersten Tor war ihr Schicksal besiegelt.

Katastrophaler Fehlstart beendet Olympia-Hoffnungen

„Katastrophe, worst case – aber so ist es jetzt“, kommentierte eine sichtlich geschockte Lena Dürr ihr frühes Ausscheiden. Die 33-jährige Münchnerin, die im ersten Lauf noch überzeugt hatte, verlor nach weniger als zwei Sekunden die Kontrolle über ihre Ski und fädelte am ersten Tor ein. Im Zielraum stand sie komplett konsterniert, die Hände in die Hüften gestemmt, während sich Teamkollegin Emma Aicher mit Sonnenbrille vor den Augen von den Kameras abwandte.

„Man kann es noch gar nicht realisieren hier im Ziel. Da meint man, man bekommt noch einen Re-Run und es geht nochmal von vorne los“, beschrieb Dürr ihre Gefühle. Ein solch frühes Ausscheiden sei ihr zuletzt vor etwa 15 Jahren bei einem unterklassigen Fis-Rennen passiert. Die Enttäuschung war umso größer, als Dürr nach dem ersten Lauf hervorragend platziert war und realistische Medaillenchancen hatte.

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Wiederholung des Peking-Dramas

Das aktuelle Fiasko erinnerte schmerzhaft an die Olympischen Spiele 2022 in Peking. Damals war Dürr als Führende in den zweiten Slalom-Lauf gegangen, fiel aber noch auf den vierten Rang zurück. Zwar holte sie später mit der Mannschaft Silber, doch dieser Erfolg konnte das Einzel-Drama nur bedingt kompensieren. In Cortina d'Ampezzo setzte sich die Serie der Enttäuschungen fort: Bereits im Riesenslalom hatte Dürr am Sonntag als Neunte gute Medaillenchancen verspielt.

Der bislang größte Einzelerfolg der deutschen Skirennfahrerin bleibt damit die WM-Bronzemedaille von 2023. Während die deutschen Alpin-Damen bei diesen Spielen mit zwei Silbermedaillen durch Emma Aicher in der Abfahrt und Team-Kombination durchaus Erfolge feiern konnten, blieben die Herren in Bormio erneut ohne Edelmetall.

Shiffrins triumphaler Sieg

Während Dürr ihr persönliches Drama durchlebte, krönte sich US-Superstar Mikaela Shiffrin mit 1,50 Sekunden Vorsprung auf die Schweizerin Camille Rast zur überlegenen Olympiasiegerin. Für die 30-jährige Amerikanerin war dieser Sieg besonders bedeutsam, da sie damit ein Olympia-Trauma besiegte: 2022 in China war sie bei sechs Starts ohne Medaille geblieben.

Shiffrins Triumph markierte die vierte Olympia-Medaille ihrer beeindruckenden Karriere. Die Slalom-Königin hat nun bereits zweimal Gold bei Winterspielen gewonnen, dazu kommen vier WM-Titel und 71 Siege in Weltcup-Rennen. Ihr Comeback nach den Enttäuschungen von Peking gelang damit eindrucksvoll.

Für Lena Dürr hingegen bleibt die bittere Erkenntnis, dass sie erneut dem Druck der Olympischen Spiele nicht standhalten konnte. Während Shiffrin ihre Dominance im Slalom unter Beweis stellte, musste die Deutsche erneut die Rolle der tragischen Figur übernehmen – eine Erfahrung, die sie nun zum zweiten Mal bei Olympia durchleben musste.

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