Biathlet bittet öffentlich um Vergebung nach kontroversem Fernsehauftritt
Der norwegische Biathlet Sturla Holm Lägreid hat sich in einer offiziellen Stellungnahme für seinen viel diskutierten und emotionalen Auftritt im Fernsehen entschuldigt. Nur einen Tag nach seinem öffentlichen Geständnis eines Seitensprungs wandte sich der Bronzemedaillengewinner im Einzelbewerb mit reumütigen Worten an die Öffentlichkeit.
„Ich war nicht ganz bei Sinnen“ – Lägreids bedauernde Worte
In einer Mitteilung des norwegischen Biathlon-Teams ließ Lägreid verlautbaren: „Ich bedauere zutiefst, dass ich diese persönliche Geschichte an diesem für den norwegischen Biathlon so freudigen Tag angesprochen habe. Ich war nicht ganz bei Sinnen und konnte nicht klar denken.“ Der Athlet betonte, dass seine Entschuldigung in erster Linie seinem Landsmann Johan-Olav Botn gelte, der nach seinem Goldgewinn die gesamte Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte.
Besonders bedauerte Lägreid die unfreiwillige Medienpräsenz seiner Ex-Freundin: „Und sie gilt auch meiner Ex-Freundin, die unfreiwillig ins Rampenlicht der Medien geriet. Ich hoffe, es geht ihr gut.“ Der Biathlet kündigte an, das Kapitel nun hinter sich lassen zu wollen und sich vollständig auf die bevorstehenden Olympischen Spiele zu konzentrieren. Weitere Fragen zu dem Vorfall werde er nicht beantworten.
Der kontroverse TV-Moment und seine Folgen
Der Auslöser für die Entschuldigung war Lägreids emotionaler Auftritt nach dem Einzelrennen in Antholz am Dienstag. Live im norwegischen Fernsehen berichtete der Athlet unter Tränen von seinem Seitensprung, den er seiner damaligen Partnerin erst eine Woche zuvor gestanden hatte – was zur Trennung des Paares führte. In bewegenden Worten sprach er von der „Liebe meines Lebens“, die er zurückgewinnen wolle.
Dabei geriet der emotionale Sieg seines Landsmanns Johan-Olav Botn fast zur Randnotiz. Botn hatte seinen Olympiasieg seinem verstorbenen Freund Sivert Guttorm Bakken gewidmet, was eigentlich im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen sollte.
Reaktion der Ex-Freundin auf die öffentliche Enthüllung
Die betroffene Ex-Freundin äußerte sich gegenüber der norwegischen Tageszeitung Verdens Gang kritisch zu Lägreids Handlungen: „Das ist schwer zu verzeihen, selbst nach einer Liebeserklärung vor der ganzen Welt.“ Sie betonte, sich nicht ausgesucht zu haben, in dieser unangenehmen Position zu sein, und nannte die Situation „schwer zu ertragen“.
Die Frau, die anonym bleiben möchte, bestätigte, dass sie mit Lägreid in Kontakt stehe und er ihre Meinung zu dem Vorfall kenne. Ihre Aussagen unterstreichen die komplexen persönlichen Konsequenzen, die solche öffentlichen Enthüllungen nach sich ziehen können.
Die norwegische Biathlon-Gemeinschaft und die internationale Sportwelt verfolgen nun gespannt, wie sich die Situation weiter entwickelt und ob Lägreid sein Versprechen, sich voll auf den Sport zu konzentrieren, in die Tat umsetzen kann.



