Zum Auftakt der 79. Tour de Romandie in der Schweiz hat sich der deutsche Radprofi Florian Lipowitz in starker Verfassung präsentiert. Der Dritte der vergangenen Tour de France belegte im Prolog am Dienstag den zehnten Platz. Der Sieg ging an den Franzosen Dorian Godon vom Team Ineos Grenadiers, der die 3:35,12 Minuten lange Strecke am schnellsten bewältigte. Auf den Tagessieger verlor Lipowitz zehn Sekunden. Der Ulmer zeigte sich jedoch zufrieden mit seiner Leistung.
Pogacar gibt Debüt bei Rundfahrt
Der große Favorit auf den Gesamtsieg, Tadej Pogacar, gab bei der Tour de Romandie sein Saisondebüt bei einer Rundfahrt. Der slowenische Weltmeister und Tour-de-France-Sieger belegte im Prolog Rang fünf, nur drei Sekunden vor Lipowitz. Pogacar hatte erst am vergangenen Sonntag das Eintagesrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich für sich entschieden und reist mit breiter Brust in die Schweiz an. Für den Slowenen vom Team UAE Emirates-XRG ist die Rundfahrt ein wichtiger Test auf dem Weg zur Tour de France.
Teaminterne Wertung: Lipowitz Dritter
Innerhalb seines Teams Red Bull-Bora-hansgrohe musste sich Lipowitz seinen Teamkollegen geschlagen geben. Primoz Roglic fuhr auf Rang acht in 3:43,66 Minuten, Finn Fisher-Black wurde Neunter in 3:43,67 Minuten. Lipowitz verlor auf Roglic nur wenige Sekunden und zeigte damit, dass er mit den Stars seines Teams mithalten kann. Die Mannschaft hat mit Roglic und Lipowitz zwei starke Karten für die Gesamtwertung.
Lipowitz mit Selbstvertrauen aus dem Baskenland
Der 25-Jährige hatte zuletzt bei der Katalonien-Rundfahrt den dritten Platz und bei der Baskenland-Rundfahrt den zweiten Platz im Gesamtklassement belegt. „Der zweite Platz im Baskenland hat mir viel Selbstvertrauen gegeben“, sagte Lipowitz vor dem Start der Tour de Romandie. „Ich glaube, die Form ist da.“ Diese Zuversicht möchte er nun in der Schweiz unter Beweis stellen. Die Tour de Romandie gilt als wichtiger Formtest für die anstehenden großen Rundfahrten.
Erste Etappe mit anspruchsvollem Finale
Bereits am Mittwoch steht die erste Etappe auf dem Programm. Sie beginnt weitgehend flach, doch gegen Ende wartet eine schwere Herausforderung: Der Anstieg nach Ovronnaz in der ersten Kategorie. Auf 8,9 Kilometern müssen die Fahrer eine Durchschnittssteigung von 9,7 Prozent bewältigen. Der Kurort im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis liegt auf 1358 Metern Höhe. Dieser Anstieg könnte bereits erste Vorentscheidungen im Gesamtklassement bringen. Die Rundfahrt endet am Sonntag mit einem abschließenden Zeitfahren.



