Rodeln: Felix Loch und Julia Taubitz triumphieren mit Kristallkugel-Gesamtsiegen
Loch und Taubitz holen Kristallkugel im Rodel-Weltcup

Rodeln: Felix Loch und Julia Taubitz triumphieren mit Kristallkugel-Gesamtsiegen

Beim Saisonfinale im Rodel-Weltcup in Altenberg gab es gleich zwei deutsche Erfolge zu feiern. Felix Loch und Julia Taubitz sicherten sich jeweils die begehrte Kristallkugel für den Gesamtweltcup-Sieg und krönten damit eine herausragende Saison.

Felix Loch zieht mit Armin Zöggeler gleich

Für Felix Loch war das Finale ein besonderer Moment. Nach seiner Enttäuschung bei den Olympischen Spielen konnte der 36-Jährige aus Berchtesgaden nun doch noch jubeln. Mit seinem 57. Weltcupsieg holte er sich seinen bereits achten Gesamtweltcup-Titel. Damit zog Loch in der ewigen Weltcupliste mit dem Italiener Armin Zöggeler gleich, der ebenfalls 57 Weltcupsiege in seiner Karriere erzielte. Zöggeler führt allerdings weiterhin mit zehn Erfolgen die Topliste bei den Gesamtweltcup-Siegen an.

Eigentlich hätte Loch nach dem Startverzicht des Österreichers Jonas Müller nur ins Ziel fahren müssen, um die Kristallkugel abzusichern. Doch dem ehrgeizigen Rodler reichte das nicht aus. Stattdessen lieferte er eine beeindruckende Leistung ab: Bahnrekord im ersten Lauf, Bahnrekord im zweiten Lauf und mit einer Zeit von 52,998 Sekunden durchbrach er sogar die Schallmauer. „Ich wollte hier unbedingt einmal einer 52er-Zeit fahren. Es war ein hammergeiles Rennen, eine hammergeile Bahn“, sagte Loch begeistert. Als Dank für die perfekte Eisbahn stemmte er den gut zwei Köpfe kleineren Bahnmeister Ralf Mende in die Höhe.

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Julia Taubitz siegt hauchdünn

Bei den Frauen wurde es eine spannende Millimeter-Entscheidung. Olympiasiegerin Julia Taubitz holte sich als Zweite im Weltcup-Finale mit nur vier Zählern Vorsprung den Sieg im Gesamtweltcup. Für die Oberwiesenthalerin war es der fünfte Gesamtsieg in Serie, was ihre Dominanz in dieser Disziplin unterstreicht. Merle Fräbel, die das Weltcup-Finale gewann, wurde Gesamtzweite. Die Suhlerin fuhr zudem einen Bahnrekord, was das sonnige Wochenende in Altenberg perfekt machte.

Weitere Highlights des Finales

Neben den deutschen Erfolgen gab es weitere bemerkenswerte Leistungen. Der Italiener Dominik Fischnaller wurde Zweiter im Rennen, gefolgt vom Österreicher David Gleirscher auf Platz drei. Olympiasieger Max Langenhan verzichtete aufgrund von Nackenproblemen auf einen Start, sah sich das Rennen entspannt an und holte sich die Kristallkugel für den dritten Platz in der Gesamtwertung ab.

Insgesamt wurden an dem sonnigen Wochenende in Altenberg in allen vier Einsitzer- und Doppelsitzer-Rennen die Bahnrekorde verbessert, was die hohe Qualität der Bahn und die Leistungsdichte im Rodel-Sport eindrucksvoll demonstrierte.

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