Olympiasieger Lochner widmet Triumph seiner Familie
Nach einem überlegenen Rennen zu Gold bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo hat Johannes Lochner seinen größten Erfolg der Karriere gefeiert. Der 35-jährige Bobpilot sicherte sich im Zweierbob gemeinsam mit Anschieber Georg Fleischhauer den Olympiasieg und verwies Dauerrivalen Francesco Friedrich auf den Silberrang.
Schwiegermutter als Rückhalt im Hintergrund
Im Anschluss an seinen Triumph dankte Lochner insbesondere seiner Schwiegermutter Heidi, die er als "gute Fee" bezeichnete. "Großen Dank, dass sie sich geopfert hat und im Hotel geblieben ist", sagte der Olympiasieger emotional. Durch ihren Einsatz konnte Lochners Ehefrau Hannah das Rennen an der Bahn verfolgen, während Schwiegermutter Heidi den einjährigen Sohn Jonas betreute.
Der Vorsprung von 1,34 Sekunden auf Friedrich am Ende des Wettbewerbs unterstrich die Dominanz des deutschen Teams. Adam Ammour komplettierte mit Bronze den deutschen Dreifacherfolg und sorgte für eine historische Medaillenverteilung.
Karriereende mit Familienfokus
Für Lochner markiert dieser Olympiasieg einen besonderen Moment, da es sich um sein letztes Zweierbob-Rennen handelt. Nach dem Viererbob-Wettbewerb am Sonntag beendet der 35-Jährige seine aktive Karriere. "Ich habe seine ersten Schritte schon verpasst", erklärte Lochner mit Blick auf seinen Sohn in einem Podcast-Interview. "Ich möchte jetzt einfach auch wirklich die nächsten Winter sehen, wie er das erste Mal Ski fährt, wie er einfach ins Leben reinwächst."
Der Olympiasieg von 2026 stellt eine besondere Genugtuung dar, nachdem Lochner bei den Spielen 2022 in Peking zweimal hinter Friedrich Silber gewonnen hatte. Nun kann der Vater und Familienmensch beruhigt in den Ruhestand gehen, mit dem größtmöglichen sportlichen Erfolg im Gepäck und dem Versprechen, mehr Zeit mit seiner wachsenden Familie verbringen zu können.



