Ilia Malinin und der vierfache Axel: Die Physik des unmöglichen Sprungs bei Olympia
Malinin: Die Physik des vierfachen Axels bei Olympia

Ilia Malinin und der vierfache Axel: Die Physik des unmöglichen Sprungs bei Olympia

Als einziger Mensch auf der Welt schafft es der Eiskunstläufer Ilia Malinin, viereinhalb Drehungen in der Luft auszuführen – den legendären vierfachen Axel. Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand sorgte dieser fast unmögliche Sprung für Furore. Doch wie gelingt Malinin diese athletische Meisterleistung? Eine wissenschaftliche Annäherung in vier Phasen enthüllt die Geheimnisse hinter dem Sprung, der die Grenzen der Physik zu sprengen scheint.

Die vier Phasen des vierfachen Axels

Der vierfache Axel ist nicht nur eine Frage der Kraft, sondern auch der präzisen Technik und des physikalischen Verständnisses. In der ersten Phase, dem Anlauf, baut Malinin durch schnelle Schlittschuhschritte hohe Geschwindigkeit auf. Diese kinetische Energie ist entscheidend für die nötige Höhe und Rotation. In der zweiten Phase, dem Absprung, nutzt er den Schwung, um sich mit maximaler Kraft vom Eis abzustoßen. Dabei ist der Winkel des Absprungs perfekt kalibriert, um eine stabile Drehachse zu gewährleisten.

Die dritte Phase, die Rotation in der Luft, erfordert extreme Körperspannung. Malinin zieht Arme und Beine eng an den Körper, um das Trägheitsmoment zu minimieren und die Drehgeschwindigkeit zu maximieren. Diese Kompaktion ermöglicht die viereinhalb Umdrehungen, bevor die Schwerkraft wieder die Oberhand gewinnt. In der vierten Phase, der Landung, federt er den Aufprall durch gebeugte Knie ab und verteilt das Gewicht gleichmäßig, um Stürze zu vermeiden. Jede dieser Phasen muss millimetergenau ausgeführt werden, sonst droht ein Fehlschlag.

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Die wissenschaftliche Herausforderung

Malinin selbst kommentierte seinen Sprung bei den Olympischen Spielen mit den Worten: "Ich habe die Physik kaputt gemacht." Tatsächlich stellt der vierfache Axel eine enorme Herausforderung für die Biomechanik dar. Experten analysieren, wie die Kombination aus Muskelkraft, Balance und aerodynamischer Effizienz diesen Sprung ermöglicht. Studien zeigen, dass die benötigte Drehgeschwindigkeit über 400 Umdrehungen pro Minute liegt, was an die Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit stößt.

Für Sportwissenschaftler ist Malinins Erfolg ein faszinierendes Fallbeispiel, das neue Erkenntnisse über die Physik des Eiskunstlaufs liefert. Seine Fähigkeit, diese komplexe Bewegung zu beherrschen, unterstreicht nicht nur sein Talent, sondern auch jahrelanges, intensives Training. Der vierfache Axel bleibt damit ein Symbol für die ständige Evolution des Sports, bei dem Athleten immer wieder neue Barrieren durchbrechen.

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