Para-Langlauf: Marchand glänzt bei Winter-Premiere im Sprint-Halbfinale
Die Ruderin Kathrin Marchand hat bei ihrer Premiere bei den Paralympischen Winterspielen eindrucksvoll für das Halbfinale im Sprint qualifiziert. Die 35-Jährige, die bereits zweimal bei Olympischen Spielen und einmal bei den Sommer-Paralympics als Ruderin angetreten war, zeigte in der Sprint-Qualifikation der stehenden Klasse eine herausragende Leistung und erreichte die drittschnellste Zeit. Marchand, die vor fünf Jahren einen Schlaganfall erlitten hatte, demonstrierte damit ihre außergewöhnliche sportliche Vielseitigkeit und mentale Stärke.
Weitere deutsche Athleten überzeugen in verschiedenen Klassen
In der sitzenden Klasse konnten sich Anja Wicker als Viertschnellste und Andrea Eskau auf Platz sieben ebenfalls für die nächste Runde qualifizieren. Merle Menje schied dagegen als Fünfzehnte aus und verpasste damit knapp den Einzug in das Halbfinale. In der Klasse der Sehbehinderten erreichten Leonie Walter mit Guide Christian Krasman als Dritte und Linn Kazmaier auf Platz vier mit Florian Baumann souverän die nächste Phase des Wettbewerbs. Johanna Recktenwald, die zuvor Bronze im Einzel geholt hatte, verzichtete angeschlagen auf einen Start.
Marburger setzt trotz gesundheitlicher Probleme Ausrufezeichen
Bei den Männern der stehenden Klasse setzte Sebastian Marburger als Qualifikations-Schnellster ein deutliches Ausrufezeichen. Bemerkenswert ist dabei, dass der 28-Jährige in den Tagen vor dem Rennen noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Alexander Ehler und Maximilian Weidner verpassten dagegen den Einzug in das Halbfinale und schieden aus dem Wettbewerb aus.
Die deutschen Para-Langläufer zeigen damit insgesamt eine starke Teamleistung und positionieren sich vielversprechend für die weiteren Entscheidungen bei den Paralympischen Winterspielen. Die Kombination aus erfahrenen Athleten wie Marchand und aufstrebenden Talenten unterstreicht die Tiefe des deutschen Kaders in dieser Sportart.



