Marco Maier holt dritte Bronze-Medaille bei Paralympics im Biathlon
Der Allgäuer Marco Maier hat bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien einen beeindruckenden Medaillen-Hattrick vollbracht. In der Sprintverfolgung der stehenden Klasse sicherte sich der 26-Jährige seine dritte Bronzemedaille und damit den dritten Podestplatz in Tesero. Nach einem starken ersten Platz in der Qualifikation musste Maier im Finale drei Strafrunden absolvieren, wodurch er zwei Konkurrenten vorbeiziehen lassen musste.
Erfolgreiche Leistung trotz herausfordernder Bedingungen
Marco Maier startete bei den sommerlichen Temperaturen in kurzer Hose und T-Shirt, was die besonderen Bedingungen dieser Winterspiele unterstreicht. Letztlich hatte er 35,1 Sekunden Rückstand auf den fehlerfreien Chinesen Cai Jiayun und konnte sich den Traum vom Paralympics-Sieg nicht erfüllen. Seine ersten beiden Medaillen hatte er seiner im Vorjahr verstorbenen Mutter gewidmet, was dieser Erfolgsserie eine persönliche Note verleiht.
Team Deutschland mit gemischten Ergebnissen
Für das Team Deutschland bleibt es bei den zwei Goldmedaillen durch die Triumphe von Anna-Lena Forster. Insgesamt sammelte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bei diesen Spielen 14 Medaillen. Marco Maier, der seit Geburt an drei Fingern der linken Hand die vorderen Glieder fehlen, hat bereits eine beeindruckende Karriere vorzuweisen:
- In Peking gewann er sowohl im Biathlon als auch im Langlauf Silber.
- Insgesamt steht er nun bei fünf Paralympics-Medaillen.
- Im Jahr 2023 wurde er dreimal Weltmeister.
Der Zollbeamte hat am Wochenende in Tesero mit der Langlauf-Staffel am Samstag sowie dem abschließenden Rennen über 20 km noch zwei weitere Medaillenchancen. Damit könnte er seine beeindruckende Bilanz weiter ausbauen und sich als einer der erfolgreichsten deutschen Paralympioniken etablieren.



