Biathlet Nawrath sprintet in Otepää auf das Podest
In einem verregneten Otepää hat Philipp Nawrath erneut bewiesen, dass er zu den stärksten deutschen Biathleten zählt. Beim Weltcup in Estland sicherte sich der 33-Jährige mit einer makellosen Leistung am Schießstand und einer soliden Laufleistung den dritten Platz im Sprint über 10 Kilometer. Dies markiert bereits den zweiten Podestplatz für Nawrath in diesem Winter, nachdem er im Januar in Oberhof als Zweiter triumphierte.
Norweger Laegreid siegt, Jacquelin auf Rang zwei
Den Sieg im Sprint sicherte sich der Norweger Sturla Holm Laegreid, der sich in den schwierigen Wetterbedingungen durchsetzte. Auf dem zweiten Rang landete der Franzose Émilien Jacquelin, der ebenfalls fehlerfrei blieb und damit seine starke Form unter Beweis stellte. Nawrath ging mit einem Rückstand von 18 Sekunden auf den Sieger ins Ziel und qualifizierte sich damit souverän für das anstehende Verfolgungsrennen am Samstag, das um 13.30 Uhr live in der ARD und auf Eurosport übertragen wird.
Deutsche Teamkollegen mit Schießproblemen
Während Nawrath glänzte, hatten seine Teamkollegen vom Deutschen Skiverband erhebliche Schwierigkeiten am Schießstand. Philipp Horn musste nach zwei Fehlern im Stehendanschlag drei Strafrunden drehen und landete enttäuscht auf Platz 26. „Mich ärgert einfach nur meine Leistung am Schießstand. Zwei Fehler stehend – das ist nicht das, was ich kann. Mir fehlt da gerade das Selbstverständnis“, kommentierte Horn nach dem Rennen in der ARD.
Weitere deutsche Starter wie Leonhard Pfund (34. Platz mit zwei Schießfehlern), Justus Strelow (41. Platz mit einem Fehler), Lucas Fratzscher (49. Platz mit zwei Fehlern) und David Zobel (60. Platz mit einem Fehler) qualifizierten sich zwar für das Jagdrennen, blieben aber deutlich hinter den Top-Ten-Platzierungen zurück. Insgesamt ist dies der dritte Podestplatz für die Männer des Deutschen Skiverbandes in dieser Weltcup-Saison, ein Sieg blieb in dieser Olympia-Saison jedoch bisher aus.
Ausblick auf das Verfolgungsrennen
Mit dem dritten Platz im Sprint geht Nawrath selbstbewusst in das Verfolgungsrennen am Samstag. Sein fehlerfreies Schießen und die stabile Laufleistung lassen auf weitere starke Ergebnisse hoffen. Für die deutschen Teamkollegen gilt es, die Schießprobleme zu analysieren und in den kommenden Rennen zu korrigieren, um im internationalen Feld mithalten zu können. Der Weltcup in Otepää bleibt damit spannend und bietet noch weitere Höhepunkte im Biathlon-Winter.



