Biathlon-Drama in Otepää: Nawrath verpasst Podest nach Fehlerserie
Nawrath verpasst Podest in Otepää nach Fehlern

Biathlon-Drama in Otepää: Nawrath verpasst Podest nach Fehlerserie

In einem dramatischen Verfolgungsrennen im estnischen Otepää hat der deutsche Biathlet Philipp Nawrath einen vermeintlich sicheren Podestplatz verspielt. Der 33-Jährige, der nach dem Sprint noch Hoffnungen auf eine Medaille hegte, musste sich nach insgesamt sechs Fehlern am Schießstand mit dem achten Platz begnügen. Der Tagessieg ging erneut an den Norweger Sturla Holm Laegreid, der damit seinen 19. Karrieresieg feierte und zum erfolgreichsten aktiven Biathlen aufstieg.

Windige Bedingungen fordern ihren Tribut

Über die 12,5 Kilometer hinweg lag Nawrath bis zum dritten Schießen noch klar auf Podestkurs. Doch im Stehendanschlag machten die windigen Bedingungen den Athleten schwer zu schaffen. Drei Scheiben blieben stehen, was dem fast zeitgleich eingelaufenen Schweden Sebastian Samuelsson die Möglichkeit gab, an Nawrath vorbeizuziehen. Als Siebter ging der Deutsche zurück auf die Loipe.

Letzte Chance verpufft im Fehlerregen

Beim vierten und letzten Schießen wurde es noch einmal spannend. Während Laegreid mit nur einem Fehler durchkam und sich absetzte, leisteten sich die Verfolger Emilien Jaquelin aus Frankreich, Samuelsson, Vetle Sjåstad Christiansen und Endre Strømsheim alle mehrere Strafrunden. Nawrath kam mit nur einem Fehler durch und schien noch einmal aufschließen zu können. Doch der Abstand war zu groß – der achte Platz war das enttäuschende Endergebnis.

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Nach dem Rennen analysierte Nawrath am ARD-Mikrofon: „Es war ein ziemlicher Wind drin, aber das war beim Anschießen auch schon so. Man konnte sich also etwas drauf einstellen. Es kamen im Rennen so die Böen rein, die waren dann doch einen Tick schärfer. Das hat es dann im Wettkampf unter der Belastung schwieriger gemacht.“

Laegreid schreibt Geschichte

Mit seinem Sieg in Otepää sicherte sich Sturla Holm Laegreid seinen 19. Weltcupsieg und löste damit den Franzosen Quentin Fillon Maillet als erfolgreichsten aktiven Biathleten ab. Emilien Jaquelin musste sich erneut mit dem zweiten Platz begnügen, während der Norweger Martin Uldal den dritten Platz belegte.

Enttäuschende Leistungen der weiteren Deutschen

Die restlichen deutschen Biathleten konnten nicht an die vorderen Plätze herankommen. Justus Strelow wurde 24., Leonhard Pfund 26., Philipp Horn 27., David Zobel 38. und Lucas Fratzscher 40. Damit bleibt die deutsche Biathlon-Mannschaft in der Saison weiterhin auf der Suche nach konstanten Spitzenleistungen.

Das Rennen in Otepää unterstreicht einmal mehr, wie entscheidend die Schießleistung im Biathlon ist – und wie schnell sich vermeintlich sichere Podestplätze durch Fehler in Luft auflösen können.

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