Odermatt vor letzter Olympia-Chance: 'Natürlich will ich Gold gewinnen'
Odermatt vor letzter Olympia-Chance: Gold-Ziel bleibt

Odermatt vor letzter Olympia-Chance: 'Natürlich will ich Gold gewinnen'

Dem Schweizer Skirennfahrer und Weltcupdominator Marco Odermatt blieb der erhoffte Olympiasieg in Bormio bislang verwehrt. Im Riesenslalom am Samstag hat der 28-Jährige nun seine letzte Gelegenheit, die ersehnte Goldmedaille bei den Spielen in Norditalien zu erringen.

Bisherige Enttäuschungen bei Olympia

In bislang drei Rennen gehörte Marco Odermatt bei den Olympischen Spielen in Bormio dreimal zu den Geschlagenen. Sowohl in der Abfahrt als auch in der Team-Kombination und im Super-G musste der Weltcup-Dominator jeweils seinem Landsmann Franjo von Allmen den Vortritt lassen.

Entsprechend gequält wirkte Odermatts Lächeln nach dem Super-G am Mittwoch, bei dem er sich zwar Bronze sicherte - aber eben nicht das angepeilte Gold, das von Allmen gewann. In der Abfahrt reichte es bei von Allmens erstem Streich für Odermatt nur zum vierten Platz, in der Team-Kombi gewann er hinter von Allmen und Tanguy Nef gemeinsam mit Loic Meillard immerhin Silber.

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Ungebrochenes Selbstvertrauen trotz Rückschlägen

Das Selbstbewusstsein, sich die allerhöchsten Ziele zu setzen, hat der Schweizer Skistar dennoch nicht verloren: 'Natürlich will ich Gold gewinnen', sagte Odermatt mit Blick auf den olympischen Riesenslalom am Samstag. Die Rennen werden um 10.00 Uhr und 13.30 Uhr in ARD und Eurosport übertragen.

'Klar, das Ziel war eine Goldmedaille', räumte Odermatt nach dem Super-G ein, 'aber Franjo ist einfach im Flow und es funktioniert alles. Wenn man dann noch ein, zwei kleinen Fehler macht, reicht es halt nicht', analysierte der 28-Jährige nüchtern.

Positive Bilanz trotz fehlendem Gold

Es seien jedoch 'nicht so viele Dinge, über die ich frustriert sein muss', befand Odermatt dennoch mit etwas Abstand. 'Ich bin Vierter, Dritter und Zweiter geworden, das ist nicht so schlecht.' Was ihm zudem Hoffnung machen könnte: Bei den Spielen 2022 in Peking holte er bis zum Riesenslalom gar keine Medaille - und schnappte sich dann überraschend Gold.

'Dass ich jetzt schon zwei Medaillen habe, gibt etwas Ruhe', sagte Odermatt. Ein weiterer Vorteil für den Schweizer: Franjo von Allmen geht im Riesenslalom nicht an den Start, was Odermatts Chancen auf den Olympiasieg deutlich erhöht.

Weltcup-Dominator sucht olympischen Triumph

Besonders bemerkenswert ist Odermatts Situation, da er den Gesamtweltcup mit knapp 600 Punkten Vorsprung souverän anführt. Dennoch sind es noch nicht die Spiele des Marco Odermatt, der sich eigentlich als klarer Favorit für mehrere Goldmedaillen gesehen hatte.

Der Riesenslalom am Samstag bietet nun die letzte Gelegenheit, die olympische Bilanz bei diesen Spielen noch zu korrigieren. Odermatt wird alles geben, um endlich das ersehnte Gold um den Hals zu tragen und seine Dominanz im Weltcup auch auf der olympischen Bühne unter Beweis zu stellen.

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