Olympia: Nerven versagen bei Preuß, Taubitz feiert Gold im Rodeln
Olympia: Preuß versagt, Taubitz holt Gold im Rodeln

Emotionale Achterbahn bei den Olympischen Winterspielen: Preuß scheitert knapp, Taubitz glänzt mit Gold

Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo bieten vom 6. bis 22. Februar packende Wettkämpfe mit rund 2900 Sportlern aus 90 Nationen in 116 Disziplinen. Für das deutsche Team gestaltet sich der vierte Wettkampftag als Wechselbad der Gefühle: Während Franziska Preuß im Biathlon eine Einzelmedaille knapp verpasst, sichert Julia Taubitz im Rodeln den dritten deutschen Golderfolg.

Biathlon: Franziska Preuß und Vanessa Voigt gehen leer aus

Im Biathlon über 15 Kilometer in Antholz enttäuscht Franziska Preuß, die als Weltmeisterin große Hoffnungen auf ihre erste olympische Einzelmedaille setzte. Die 31-Jährige liegt lange in Goldposition, doch im letzten Schießen unterlaufen ihr zwei Fehler, die sie auf den zehnten Platz zurückwerfen. „Ich habe im entscheidenden Moment die Nerven verloren“, kommentiert Preuß enttäuscht. Beste Deutsche wird Vanessa Voigt, die wie bereits bei den Spielen in Peking den vierten Rang belegt und nur 13 Sekunden auf Bronze fehlen. Den Olympiasieg holt Julia Simon aus Frankreich vor ihrer Teamkollegin Lou Jeanmonnot, während Lora Hristova aus Bulgarien überraschend Bronze gewinnt.

Rodeln: Julia Taubitz feiert historischen Triumph

Ein strahlendes Gegenstück bietet Julia Taubitz, die im Einsitzer-Rodeln zum Olympiasieg rast und damit die dritte Goldmedaille für Deutschland bei diesen Spielen sichert. Im exklusiven Interview mit WELT TV schildert die Rodlerin ihre Emotionen: „Dieser Coup ist ein Traum, der wahr wird. Die Konzentration und der Teamgeist haben den Unterschied gemacht.“ Ihre Leistung unterstreicht die Stärke des deutschen Rodelsports, der weiterhin auf Medaillen hofft, insbesondere im Doppelsitzer der Frauen mit Dajana Eitberger und Magdalena Matschina sowie bei den Männern mit Tobias Wendl und Tobias Arlt.

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Weitere Höhepunkte und Enttäuschungen

In der Nordischen Kombination enttäuscht Vinzenz Geiger, der nach einem starken Skispringen im Langlauf einbricht und als Zehnter ins Ziel kommt. Johannes Rydzek wird bester Deutscher auf Platz acht, während Jens Oftebro aus Norwegen Gold holt. Im Skispringen verpasst das deutsche Mixed-Team mit Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Selina Freitag und Agnes Reisch knapp eine Medaille und landet auf Rang vier. Gold geht an Slowenien vor Norwegen und Japan.

Die deutschen Snowboarderinnen scheitern auf der Halfpipe: Leilani Ettel, ihre Schwester Kona Ettel und Anne Hedrich verpassen den Finaleinzug. Im Eishockey müssen die deutschen Frauen auf ihr Viertelfinale warten, das voraussichtlich erst am Samstag gegen Kanada stattfindet, nachdem ein Norovirus-Ausbruch bei den Finninnen den Spielplan durcheinandergebracht hat.

Traurige Schlagzeilen liefern der Snowboard-Veteran Cam Bolton aus Australien, der sich bei einem Trainingssturz den Hals bricht, und der amerikanische Eiskunstläufer Maxim Naumov, der nach seinem Kurzprogramm seiner bei einem Flugzeugunglück verunglückten Eltern gedenkt. Die polnische Skispringerin Pola Beltowska wird nach einem frühen Ausscheiden ihres Teams im Mixed-Wettbewerb massiv in sozialen Netzwerken angefeindet.

Ausblick auf weitere Wettkämpfe

Am heutigen Tag stehen acht Medaillenentscheidungen an, darunter realistische Chancen für Deutschland in der Nordischen Kombination mit Vinzenz Geiger, im Biathlon mit Franziska Preuß und im Rodeln. Der Medaillenspiegel zeigt Deutschland nach dem vierten Wettkampftag auf Platz zwei hinter Norwegen, dank der Erfolge von Julia Taubitz und weiteren Silbermedaillen. Die Spiele bleiben spannend, mit weiteren Höhepunkten wie dem Super-G der Männer im Ski-Alpin, wo der Schweizer Franjo von Allmen bereits seine dritte Goldmedaille feiert und in die Geschichte eingeht.

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