Slalom-Olympiasieger Ramon Zenhäusern erwägt nach enttäuschender Saison Karriereende
Olympiasieger Zenhäusern denkt über Rücktritt nach

Slalom-Olympiasieger Ramon Zenhäusern steht vor Karriere-Entscheidung

Der Schweizer Skirennfahrer Ramon Zenhäusern, der 2018 Olympiagold im Slalom gewann, denkt ernsthaft über einen Rücktritt vom Profisport nach. Acht Jahre nach seinem größten Triumph kämpft der 33-Jährige in der aktuellen Saison erneut mit Leistungseinbrüchen und kann nicht an seine früheren Erfolge anknüpfen.

Enttäuschende Ergebnisse lösen Rücktrittsgedanken aus

Der Slalom-Spezialist schließt einen Karriereende nach dieser Wintersaison nicht mehr aus. Nach einer Serie enttäuschender Resultate hinterfragt der Olympiasieger von Pyeongchang seine sportliche Zukunft grundlegend. Besonders schmerzhaft war das Verpassen der Qualifikation für das Weltcup-Finale in Hafjell Ende März, was bei Zenhäusern konkrete Rücktrittsüberlegungen auslöste.

„Ich werde mich nach dieser Saison hinsetzen und genau überprüfen, welche Optionen es für mich noch gibt. Eine Option wird auch der Rücktritt sein“, erklärte der Athlet gegenüber der Schweizer Zeitung Blick. Diese Aussage unterstreicht die Ernsthaftigkeit seiner Überlegungen.

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Trainingsleistungen können im Wettkampf nicht umgesetzt werden

Der gemessen an gewonnenen Weltcuprennen zweiterfolgreichste Slalomfahrer der Schweiz befindet sich derzeit nur auf Rang 36 im Gesamtweltcup. Sein unbefriedigender 24. Platz in Kranjska Gora am vergangenen Wochenende verstärkte die Zweifel an seiner weiteren Karriere noch einmal deutlich.

„Im Training fahre ich regelmäßig besser Ski als in der erfolgreichsten Phase meiner Laufbahn“, gestand Zenhäusern offen. „Aber es gelingt mir derzeit einfach nicht, diese starken Trainingsleistungen im Rennen umzusetzen.“ Diese Diskrepanz zwischen Trainingsform und Wettkampfergebnissen belastet den erfahrenen Athleten sichtlich.

Kaderverbleib steht auf der Kippe

Die endgültige Entscheidung wird auch von internen Gesprächen beim nationalen Verband Swiss-Ski abhängen. Mit seinem aktuellen Weltcup-Rang verfehlt Zenhäusern erneut die internen Vorgaben für einen Kaderverbleib in der nächsten Saison. Für Athleten über 29 Jahre ist nämlich eine Platzierung unter den Top 30 der Welt erforderlich.

Dennoch zeigt sich Slalom-Cheftrainer Matteo Joris weiterhin unterstützend: „Ich würde einen so routinierten Athleten wie Ramon nicht fallen lassen. Ich traue ihm zu, dass er im nächsten Winter noch einmal den Sprung auf das Podest schafft.“ Diese Fürsprache könnte bei der endgültigen Entscheidung eine wichtige Rolle spielen.

Ungewisse Zukunft nach Saisonabschluss

Zenhäusern wird voraussichtlich beim Saisonfinale im zweitklassigen Europacup in Saalbach/Hinterglemm antreten. Was danach kommt, bleibt vollkommen offen. Der Olympiasieger steht an einem Scheideweg seiner Karriere, der sowohl einen Rücktritt als auch einen weiteren Anlauf umfassen könnte.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der 33-jährige Schweizer noch einmal die Motivation findet, seine Trainingsleistungen in Wettkampferfolge umzumünzen oder ob eine beeindruckende Karriere im Spitzensport ihr Ende findet.

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