Paralympics 2026: Fünf deutsche Athleten als Medaillenhoffnungen für Mailand-Cortina
Paralympics 2026: Deutsche Medaillenhoffnungen im Fokus

Paralympics 2026: Deutsche Medaillenhoffnungen für Mailand und Cortina d'Ampezzo

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat ein ambitioniertes Ziel für die Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo formuliert: Unter die Top sechs der Medaillenwertung zu kommen. Dies gab DBS-Präsident Hans-Jörg Michels bekannt, obwohl die internationale Konkurrenz in den Para-Sportarten deutlich stärker geworden ist und Deutschland bei den letzten Spielen in Peking nur vier Goldmedaillen gewinnen konnte – ein historisch niedriger Wert seit 1980.

Insgesamt werden 40 deutsche Athletinnen und Athleten sowie acht Guides in den Disziplinen Ski alpin, Biathlon, Langlauf, Eishockey und Snowboard antreten. Lediglich im Curling ist Deutschland nicht vertreten. Angesichts der gestiegenen Konkurrenz durch internationale Investitionen in den Para-Sport stellt sich die Frage: Wer könnte den Abwärtstrend bei den deutschen Goldmedaillen stoppen?

Fünf Athleten im Fokus der Medaillenhoffnungen

Anna-Lena Forster (30, Ski alpin sitzend): Als Gesicht des deutschen Teams mit neun Paralympics-Medaillen tritt Forster in fünf Disziplinen im Monoski an. Trotz ihrer Favoritenrolle warnt sie vor der starken Konkurrenz, insbesondere aus China, deren Form schwer einzuschätzen sei. Forster betont jedoch: „Die Spiele werden richtig spannend in unserer Klasse.“

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Marco Maier (27, Biathlon und Langlauf): Nach einer fast beendeten Karriere aufgrund einer umstrittenen Klassifizierung kämpfte sich Maier zurück in die Weltspitze. In Peking gewann er Silber und strebt nun in Tesero bei den Biathlon-Rennen nach Gold. „Es macht sehr, sehr viel Druck“, gesteht Maier, „weil man selbst weiß, was man kann.“

Kathrin Marchand (35, Langlauf): Die ehemalige Olympia-Ruderin wechselte nach einem Schlaganfall 2021 in den Para-Sport. Nach einem erfolgreichen Start im Langlauf-Weltcup könnte sie in Tesero im Sprint und über zehn Kilometer eine Medaille gewinnen. Zudem würde sie Sportgeschichte schreiben als erste Athletin, die bei Olympischen Sommerspielen, Paralympischen Sommerspielen und Paralympischen Winterspielen antritt.

Anna-Maria Rieder (26, Ski alpin stehend): Als Bronzemedaillengewinnerin von Peking und WM-Dritte 2025 ist Rieder besonders im Slalom stark. Trotz psychischer Herausforderungen in dieser Saison gelang ihr im Weltcup ein zweiter Platz. Sie vermeidet jedoch explizite Medaillenziele, um Druck zu reduzieren.

Johanna Recktenwald (24, Biathlon und Langlauf): Die spät entdeckte Talentierte aus dem Saarland wurde 2025 Weltmeisterin im Biathlon-Einzel und gewann drei Silbermedaillen. Als Gesamtweltcupsiegerin und starke Schützin gilt sie vorrangig im Biathlon als große Medaillenanwärterin.

Herausforderungen und Perspektiven

Die deutschen Athleten stehen vor einer herausfordernden Konkurrenzsituation, die durch internationale Investitionen geprägt ist. Dennoch zeigen die fünf porträtierten Sportlerinnen und Sportler das Potenzial, den deutschen Medaillenspiegel zu verbessern. Mit einer Mischung aus erfahrenen Paralympics-Stars wie Forster und aufstrebenden Talenten wie Recktenwald könnte das Team das Ziel von DBS-Präsident Michels erreichen.

Die Paralympischen Winterspiele 2026 werden somit zu einem entscheidenden Test für die deutsche Para-Sportförderung, die in den letzten Jahren mit sinkenden Goldmedaillen zu kämpfen hatte. Die Hoffnungen ruhen auf einer motivierten Mannschaft, die trotz Druck und starker Gegner bereit ist, Höchstleistungen zu erbringen.

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