Paralympics: Anja Wicker holt Biathlon-Silber - Marco Maier erneut mit Bronze
Paralympics: Wicker gewinnt Silber, Maier erneut Bronze

Paralympische Erfolge: Wicker mit Silber, Maier erneut auf dem Podest

Bei den Paralympischen Winterspielen in Tesero, Italien, haben deutsche Athleten erneut für Medaillenjubel gesorgt. Die Biathletin Anja Wicker aus Stuttgart sicherte sich im Einzelrennen die Silbermedaille und verfehlte den Olympiasieg nur um knappe 12,8 Sekunden. Für die 34-Jährige ist es bereits die fünfte paralympische Medaille ihrer Karriere.

Wickers beeindruckende Leistung im Detail

Im schießlastigen Wettkampf unterlief Wicker, deren untere Wirbelsäule fehlgebildet ist, lediglich ein einziger Fehler bei vier Schießeinlagen, was eine Strafminute zur Folge hatte. Dennoch zeigte sie eine starke läuferische Leistung und traf 19 weitere Schüsse sicher. „Einen Einzelwettkampf will man nicht mit einem Fehler beginnen. Aber ich bin super stolz, dass ich die 19 danach getroffen habe und es läuferisch so super ging heute auf der Runde“, kommentierte die Athletin nach dem Rennen. Gold ging an die Südkoreanerin Yunji Kim, Bronze an die US-Amerikanerin Kendall Gretsch.

Bereits am Vortag hatte Wicker Bronze im Sprint gewonnen, womit sie ihre beeindruckende Medaillensammlung weiter ausbaute. Nach Gold und Silber bei den Spielen 2014 in Sotschi sowie Bronze vor vier Jahren in Peking festigt sie ihren Status als eine der erfolgreichsten Para-Biathletinnen Deutschlands.

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Enttäuschung für Andrea Eskau

Für Teamkollegin Andrea Eskau endete der Wettkampf hingegen enttäuschend. Die 54-Jährige blieb als einzige Starterin im Feld fehlerfrei, wurde jedoch wegen einer nicht ordnungsgemäß genommenen Wende disqualifiziert und verpasste so eine mögliche Medaille.

Marco Maier holt zweite Bronzemedaille

Kurz nach Wickers Erfolg sorgte Marco Maier in der stehenden Klasse für weiteren deutschen Jubel. Der 26-Jährige, der wegen verkürzter Finger an der linken Hand nur mit einem Stock startet, sicherte sich im Einzelrennen seine zweite Bronzemedaille bei diesen Spielen. Mit einem Fehler in vier Schießeinlagen belegte er erneut den dritten Platz, nachdem er bereits am Vortag Bronze im Sprint geholt hatte.

Gold ging wie tags zuvor an den Chinesen Jiayun Cai, Silber sicherte sich der Kanadier Mark Arendz. Maiers konstante Leistungen unterstreichen sein Potenzial im Para-Biathlon und machen ihn zu einer großen Hoffnung für die Zukunft.

Die deutschen Athleten zeigen mit diesen Erfolgen einmal mehr ihre Stärke im paralympischen Wintersport und setzen ein Zeichen für Inklusion und sportliche Exzellenz auf internationaler Bühne.

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